17 Architektenbüros

Wassertaxi und Klettern auf der Halde: Wettbewerb für IGA 2027 in Bergkamen gestartet

Hans-Joachim Peters, Nina Frense, Arnold Reeker IGA 2027 Bergkamen Lünen
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Dr. Hans-Joachim Peters, Nina Frense und Arnold Reeker stellten die Pläne für den Architektenwettbewerb zur IGA vor.

Mit einer Ortsbegehung und einem Jurygespräch haben Bergkamen und Lünen die Wettbewerbsphase im Vorfeld der Internationalen Gartenausstellung (IGA) eingeläutet. Die ersten Ideen gibt es schon.

Bergkamen - Im Rahmen der IGA Metropole Ruhr 2027 sollen die beiden Städte bekanntlich einen interkommunalen Zukunftsgarten bekommen und somit neben den eintrittspflichtigen Gärten in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund ein vierter Anlaufpunkt werden.

Gestern informierten Nina Frense, Geschäftsführerin der IGA Metropole Ruhr gGmbH, der Bergkamener Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters, sein Lünener Kollege Arnold Reeker sowie RVR-Landschaftsarchitekt Horst Fischer über den Stand der Dinge. „Wir freuen uns, dass sich an diesem nächsten großen Dekadenprojekt nach der IBA und der Kulturhauptstadt 17 renommierte Planungs- und Architekturbüros beteiligen“, so Frense. Deren Vertreter nutzten am Dienstag die Chance, sich die vorgesehenen Flächen – die Bergehalde in Bergkamen und die Viktoria-Brache in Lünen –- anzuschauen. Gestern Nachmittag hatten sie dann noch die Gelegenheit, nach einem internen Gespräch der Sach- und Fachpreisjury auf deren Mitglieder zu treffen und Fragen zu stellen.

Ideen für die Gestaltung der Halde

Konkrete Planungen für die Gestaltung des Zukunftsgartens gibt es dementsprechend noch nicht. Eines ist aber klar: Er soll nachhaltig werden. „Wir wollen keine Blümchenshow, auch wenn es natürlich auch Blumenwiesen geben wird. Vorwiegend geht es uns aber darum, dass etwas entsteht, was länger hält als ein paar Wochen“, betonte Peters. Das Stichwort sei inszenierte Landschaft, wie es sie an der Bergehalde auch bisher schon gebe.

Die weitere Ausgestaltung der rund 60 Hektar an der Halde liegt nach dem Wettbewerb, dessen Ergebnisse die IGA-Verantwortlichen am 20. Januar bekannt geben wollen, in den Händen der Hauptpreisträger. Einige Schwerpunktthemen, die in der Ideenfindungsphase gesammelt wurden, müssen die Planer aber schon durch die Wettbewerbsvorgaben im Hinterkopf behalten. „Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Haldengestaltung sind zum Beispiel die Themen Mountainbike, Spazierwege, Klettern und Freeclimbing genannt worden“, so Fischer. Ins Bodenlose planen könnten die Architekten natürlich nicht. 200 000 bis 250 000 Euro lasse die IGA gGmbH sich den Wettbewerb an allen vier Standorten kosten.

Wassertaxi zwischen Bergkamen und Lünen

Um den Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen miteinander zu verbinden, soll es ein Mobilitätskonzept geben, in dem zum Beispiel ein Wassertaxi möglich sei, so Fischer. Ebenfalls vorstellbar, sagte Peters, sei ein IGA-Radweg. „Die Förderanträge dafür sind schon gestellt.“

Auch den Zeitraum für den ersten Spatenstich haben die Verantwortlichen schon im Kopf: Nach den Vergabegesprächen mit den Hauptpreisträgern solle im Mai/Juni des kommenden Jahres die Detailplanung beginnen, erläuterte Fischer.

Um den Jahreswechsel 2021/22 solle der erste Spatenstich folgen. Drei Jahre Bauzeit sind eingeplant. „Das Jahr 2026 nutzen wir dann für das Finishing im Vorfeld der IGA.“

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