Wasser macht Schützen Sorgen

Wir brauchen Strom und Wasser: Da sind sich Edith Skopek, 2. Vorsitzende der Rünther Schützen, und der 1. Vorsitzende Jörg Sawitza einig. Doch zu welchem Preis? ▪
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Wir brauchen Strom und Wasser: Da sind sich Edith Skopek, 2. Vorsitzende der Rünther Schützen, und der 1. Vorsitzende Jörg Sawitza einig. Doch zu welchem Preis? ▪

RÜNTHE ▪ Die Kabeltrommel gehört zu jedem Treffen des Schützenvereins Rünthe wie das Vogelschießen zur Suche nach einem Schützenkönig. Denn brauchen die Schützen Licht, muss erst Strom geholt werden. Dann zieht einer der Schützen mit dem Kabel los.

Vom Schacht III bis zum Schützenheim führt die Stromversorgung quer über den Rasen, durch das Gebüsch und über den Zaun. Das soll sich ändern. So will es die Stadt Bergkamen, die einen eigenen Strom- und Wasseranschluss für das Schützenheim plant. Und damit fangen die Probleme an. „Der Stromanschluss wäre von den GSW noch relativ einfach zu machen, aber die Trinkwasserversorgung bereitet uns Kopfschmerzen“, erklärt Heinz Kelch, Pressewart der Rünther Schützen. Bisher müssen die Schützen auch hier – wie mit der Kabeltrommel – mit einem Schlauch zum Schacht III laufen.

Zu einer außerordentlichen Sitzung im Vereinsheim trafen sich die Mitglieder jetzt, um über den Anschluss zu beraten. Bis zum 10. März erwarte die Stadt Bergkamen eine Entscheidung, so die Schützen. Die gab es am Samstag zwar nicht, aber doch eine Erkenntnis: Der Wasseranschluss ist zu teuer. Genaue Preise wollte Kelch nicht nennen, verriet aber soviel: „Es geht um eine Summer im unteren fünfstelligen Bereich.“ Zuviel für den kleinen Verein mit gerade einmal 40 Mitgliedern.

Dabei erwartet die Stadt zumindest nicht, dass die Kosten sofort komplett übernommen werden. „Wir übernehmen die Anschlusskosten zunächst“, erklärte Karl-Heinz Heermann, Amtsleiter Grundstücks- und Gebäudewirtschaft der Stadt Bergkamen, gestern auf Anfrage. Denkbar sei beispielsweise, dass der Verein die Kosten über mehrere Jahre in Form eines Pachtzinses tilgt. Natürlich bleibt es dennoch unterm Strich dabei, dass eine recht hohe Summe von den Schützen aufgebracht werden muss, wenn auch nicht auf einen Schlag.

Die Schützen suchen deshalb nach Alternativen. Möglicherweise könnten die Toiletten auch mit Grundwasser gespült werden. „Wir müssen nun abwarten, was die weiteren Gespräche mit der Stadt ergeben“, sagt der Pressewart. Klar ist aber: Kommen Strom- und Wasseranschluss, müsste alles bis zum 23. Juni fertig sein. Kelch: „Dann haben wir hier unser Kaiserschießen.“ Klappt das nicht, hilft dann zumindest immer noch die Kabeltrommel. ▪ mag

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