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Ware doppelt verkauft: Bergkamener (29) nach Ebay-Betrug verurteilt

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Von: Sylvia Mönnig

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Der Angeklagte zog Ebay-Kunden über den Tisch, um eigene Rechnungen bezahlen zu können.
Der Angeklagte zog Ebay-Kunden über den Tisch, um eigene Rechnungen bezahlen zu können. © Inga Kjer, dpa

Schulden saßen einem Bergkamener (29) derart im Nacken, dass er in alte Muster fiel und arglose Ebay-Kunden über den Tisch zog. Der Betrug in Serie brachte ihm ein Verfahren vor dem Unnaer Schöffengericht ein. Dort erhielt er eine letzte Chance.

Bergkamen/Unna – Ende 2021 stapelten sich die Rechnungen. Einen Job oder andere Bezüge hatte der 29-Jährige nicht und die Furcht vor Zwangsmaßnahmen wuchs. Über Ebay-Geschäfte wollte er flüssig werden, und als sich für seine Angebote stets mehrere Interessenten fanden, verkaufte er seine Ware zum Teil doppelt. Die Betroffenen warteten also vergeblich auf Dinge wie einen Kopfhörer, ein Handy oder eine Steppweste. In fünf Fällen entstand ein Schaden von 785 Euro. Gleichzeitig häuften sich die Anzeigen gegen den einschlägig vorbestraften jungen Mann mit Hafterfahrung.

Auf Bewährung

„Das, was ich gemacht habe, war überhaupt nicht schön“, sah er jetzt in seinem Prozess in Unna ein und verwies auf die drückenden Schulden zur damaligen Zeit. Mittlerweile habe er wieder Arbeit, eine neue Wohnung und sei verlobt. Auch zeigte er tätige Reue, indem er die 785 Euro nicht nur in der Tasche hatte, sondern postwendend bei der Zahlstelle des Gerichts ablieferte, um Wiedergutmachung leisten zu können. Und das bewahrte den Bergkamener vor größerem Übel. Er wurde zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldbuße verurteilt.

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