Kooperation zwischen Stadt und Straßen.NRW

Von Rünthe bis zur Ökostation: Neuer Radweg am Westenhellweg soll für mehr Sicherheit sorgen

Radweg Radwegebau
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Von wegen: Ende. Hier soll es bald weiter gehen. Die 1,7 Kilometer Westenhellweg vom Ortsausgang Rünthe bis zur Öko-Station in Heil erhalten auf der Nordseite einen abgetrennten Radweg. Das haben Bürgermeister Bernd Schäfer (links), Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters (Mitte) mit Ahmed Karroum (zweiter von rechts), Leiter der Niederlassung Ruhr bei Straßen.NRW, am Dienstag vereinbart. Den Radbeauftragten Norman Raupach (r.) freut’s.

Auf dem kürzesten Straßenweg zwischen Rünthe und Heil sollen Radfahrer bald unbehelligt vom massiven und nicht immer regelkonformen Autoverkehr unterwegs sein können.

Rünthe – Die Stadt Bergkamen wird Straßen.NRW bei der Planung und Ausführung eines Radwegs am nördlichen Rand des Westenhellwegs (Landesstraße 736) zur Hand gehen. Der Landesbetrieb wiederum wird das Ganze dank Förderung des Bundes zu 100 Prozent finanzieren.

Bund fördert Bau für 360 000 Euro

Mit 360 000 Euro sind die 1,7 Kilometer Lückenschluss im Radwegenetz kalkuliert, über deren Realisierung in Regie der Kommune die Kooperationspartner am Dienstag eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichneten. Damit ist der Startschuss für die Vergabe der Planungsleistung gefallen, spätestens 2023 muss mit dem Bau begonnen werden, sonst verfällt die Förderung.

„Als wichtigen Lückenschluss“ würdigten Bürgermeister Bernd Schäfer, Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters und der Radverkehrsbeauftragte Norman Raupach das Vorhaben. Im Zuge der Sanierung der L736 in Höhe des Heiler Kraftwerks hat Straßen.NRW vor drei Jahren schon mit Leitplanken auf der Nordseite ein erstes Stück geschützten Radweg anstelle des Seitenstreifens geschaffen. Nun soll vom Rünther Ortsausgang der Anschluss bis zur Öko-Station geschaffen werden.

„Die Straße hat 14 Meter Querschnitt, so etwas wird heute so gar nicht mehr gebaut“, erläuterte Ahmed Karroum, Leiter der Niederlassung Ruhr des Landesbetriebs. Dass derlei zum Rasen einlädt, wissen Ortskundige und hiesige Behörden nur zu gut. So kam zuletzt der Kompromiss über Tempo 70 in der unfallträchtigen Kraftwerkskurve zustande.

Mehr Raum für Radverkehr auch an Landesstraßen

An ein weiteres Tempolimit sei hier nicht gedacht, so Karroum. Für sein Haus sei es aber zunehmend Aufgabe, dem boomenden Radverkehr den gebührenden Raum auch auf den Landesstraßen zu verschaffen. Das geschieht hier nun mit einem grünen Trennstreifen mit Leitplanke von 1,75 Metern Regelbreite und einem Radweg von 2,50 Metern Breite für den Begegnungsverkehr. Die optische Einengung der Autopiste soll zugleich zu vernünftiger Fahrweise gemahnen.

Die Förderbestimmungen verlangen es auch, dass hier der Radweg unmittelbar an die überörtliche Straße angebunden ist. Ein Ausbau der viel genutzten Verbindung vom Fürstenhof an Gut Keinemann und an der alten Deponie im Eigentum des RVR vorbei sei daher keine Option gewesen, hieß es. Hinter dem Wäldchen geht dieser Weg auf der asphaltierten Strecke am Aussichtsturm vorbei bis zur Öko-Station weiter.

Anschluss an Bürgerradweg an der Jahnstraße

Das sei eher eine Verbindung für Freizeitradler. Karroum verwies darauf, dass für die steigende Zahl der Pendler auf dem Fahrrad schnelle Direktverbindungen gebaut werden müssten.

Der neue Weg schafft einen Anschluss an den Bürgerradweg an der Jahnstraße und Verbindung zu Oberaden, wie Dr. Peters betonte. Zugleich werde auch im Netz der überörtlichen Wege eine neue Masche geknüpft. Bürgermeister Schäfer verwies auf das Potenzial, das zudem mit dem IGA-Radweg an der Wasserstadt als Knoten geschaffen werde. Dafür hatte es neulich erst sieben Millionen Euro vom Bund für die Anrainer gegeben, gut 1,2 Mio. davon für Bergkamen.

Um dann noch das Natur-Freibad in Heil als Institution neben der Öko-Station fahrradfreundlicher anzubinden, müssten Richtung Lünen noch einmal 300 Meter Weg gebaut werden, wie Raupach auf Nachfrage sagte. „Das haben wir schon im Blick.“

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