Volksbühne überzeugt mit „Mord im Hühnerstall“

Im Hühnerstall ging es hoch her. Foto: Klammer

BERGKAMEN - Strapazierte Lachmuskeln hatte der Besuch der Premiere der Volksbühne 20 mit ihrem Stück „Mord im Hühnerstall“ am Samstagabend im Martin-Luther-Haus zur Folge. Wie die Darsteller der Oberadener Theatergruppe den Dreiakter von Regina Rösch mit Spielwitz und Schlagfertigkeit umsetzten, das sorgte beim Publikum für einen äußerst kurzweiligen wie vergnüglichen Theaterabend.

Der Stoff bot einiges an humorvollen Spitzen; angefangen bei den beiden Junggesellen Alfons Zipperich (Paul Schulz) und Karl-Joseph Fröhlich (Rainer Achsnich). Alfons’ Schwester betreibt eine kleine Ferienpension, in der sich zwei „Damen“ einmieten. Diese Früchtchen verdrehen den beiden Männern in den vermeintlich besten Jahren ordentlich den Kopf. Allerdings haben es die beiden auch nicht mehr taufrischen Frauen weniger auf die beiden Männer, als vielmehr auf deren Bares abgesehen.

Das merken die beiden Jungverliebten natürlich nicht, sie streiten eher darum, wer beim abendlichen Tanz - die beiden Damen nennen es „Mumien schieben“ - die Jüngere für sich beanspruchen kann.

Die Schwestern der beiden verliebten Gockel Lisbeth Zipperich (Susanne Jürgens) und Sophie Fröhlich (Claudia Achsnich) beobachten die Opfer der Begierde ihrer Brüder mit Argusaugen. Nach einer heftigen Auseinandersetzung bleibt eine Leiche im Hühnerstall zurück. Es hat Alfons erwischt. Wer wohl der Mörder ist?

Um die Aufklärung dieses ganz besonderen Falls bemühen sich Horst Derrik (Dieter Kress) und sein Assistent „Hol schon mal den Wagen“ Harry Kleiner (Rudi Träger). Dass in diesem Fall das Dienstfahrzeug der Kriminalbeamten ein Tandem ist, ist eine weitere lustige Randnotiz des Kriminalstücks.

Wie die Truppe der Volksbühne 20 die Vorlage umsetzt, das strotzt vor Charme und Witz. Die neun Darsteller agieren in einem gekonnt gestalteten Bühnenbild. Das haben sie dem Technik-Team - bestehend aus Wilfried Schlüchter, Raimund Balve, Klaus Lemmler und Michael Siedlarek - zu verdanken. Sie sorgen Jahr für Jahr für eine stimmige Kulisse.

Einführung durch die Gruppe „Spotlight“

Schon die Einleitung der Premiere hatte es dieses Mal in sich. Die Darsteller der Jugendgruppe „Spotlight“ kündigten das Stück in einer Art Interview vor der Bühne an.

Beim Publikum kam die Premiere des Dreiakters prima an, es spendete begeistert Beifall.

Es spielten: Paul Schulz, Susanne Jürgens, Rainer Achsnich (auch Regie), Claudia Achsnich, Sandra Groß, Gundi Dahn, Wolfgang Scholz, Dieter Kress und Rudi Träger.

Wer sie auch einmal live in Aktion erleben möchte, der hat dazu noch am Sonntag, 27. Oktober, um 17 Uhr im Gemeindesaal Oberaden Gelegenheit. Kartenreservierungen unter Tel. 0 23 06/8 06 83.

Zudem gastiert die Volksbühne Oberaden zweimal im Haus Düfelshöft in Kamen, und zwar am Samstag, 2. November, um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 3. November, um 17 Uhr. Kartenreservierungen für diese Vorstellungen im Haus Düfelshöft, Tel. 0 23 07/7 91 93.

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