Volksbühne 20 fiebert Premiere entgegen

+
Noch proben die Laienschauspieler der Volksbühne 20. In rund drei Wochen feiert ihr Stück „Kaviar trifft Currywurst“ dann Premiere.

Bergkamen - Das  Theaterensemble der „Volksbühne 20 Oberaden“ probt derzeit fleißig für ihr Stück „Kaviar trifft Currywurst“, das in rund drei Wochen Premiere feiern wird.

„Nur noch viermal Probe!“ stellt Wolfgang Scholz vom Theaterensemble der „Volksbühne 20 Oberaden“ scheinbar besorgt fest, als sich die Schauspieler zur gewohnten Stunde im IGBCE-Heim in Oberaden an der Rotherbachstraße einfinden. Doch so richtig scheint seine Besorgnis niemanden zu beunruhigen. Und das zu Recht.

Rollen bereits verinnerlicht

Nachdem sich die Schauspieler etwas warmgelaufen hatten, begannen sie auch schon ganz locker mit einer „Trockenübung“ ihres neuesten Stücks „Kaviar trifft Currywurst“ von Winnie Abel, das ab dem 14. Oktober in drei Akten über die Bühnen im Martin-Luther-Haus in Weddinghofen und im Haus Düfelshöft in Südkamen gehen soll. Nur noch hin und wieder muss das Manuskript als Spickzettel herhalten. Denn alle Schauspieler haben inzwischen ihre Rollen so verinnerlicht, dass sie diese auch spontan bei jeder Gelegenheit abspielen könnten. 

Natürlich ist noch jede Menge Fantasie gefragt, wenn aus den beengten Räumlichkeiten im IGBCE-Heim gedanklich ein Edelrestaurant der obersten Kategorie werden soll. Bei den Proben sind nur die nötigsten Requisiten aufgebaut. Fenster, Theke und auch der Bühnenvorhang muss gedanklich ins Gesamtbild einfließen. Dabei geht so eine Probe viel schneller über die Bühne, als die spätere Aufführung, denn wo – vor den erwartungsvollen Augen der Zuschauer – der Wein genüsslich geschlürft wird, reicht nun schon mal ein kurzes „Gluck, Gluck“.

Stück mit allerei Verwechslungspotenzial

Allerdings, dass es sich bei dem Restaurant von Erna Wutschke um einen Gourmettempel handelt, glaubt schließlich auch nur der reiche Cousin Prinz Harry von Anhalt, der seiner Cousine Erna seinerzeit das nötige Kleingeld für die Eröffnung überwiesen hatte. Dieser dürfte zudem aus allen Wolken fallen, wenn er wüsste, dass sie statt des Gourmet-Tempels nur eine Eckkneipe mit der Spezialität „weltbeste Currywurst“ betreibt. Stutzig macht Prinz Harry allerdings der Name des Etablissements: „Restaurant zum warmen Würstchen“. Das veranlasst ihn, seinen Besuch anzukündigen. 

Schnell bricht in der Lokalität Panik aus. Die Lösung kann nur lauten: Die verräucherte Kaschemme muss umgehend aufgepeppt und die Kneipenbesucher müssen in die Rollen von feinen Leuten schlüpfen. Das verwirrende Chaos mit allerlei Verwechslungen ist vorprogrammiert und nimmt seinen Lauf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare