VHS muss große Summe zurückzahlen

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Im März wurde das Semester der Volkshochschule im Treffpunkt an der Lessingstraße unterbrochen, Ende April schließlich komplett beendet.

Bergkamen – Die große Resonanz ist der Volkshochschule Bergkamen in der Corona-Krise ein wenig zum Verhängnis geworden. Weil die Kurse so gut ausgelastet waren, konnten sie unter Einhaltung der Abstandsregelungen nicht fortgeführt werden. Deshalb muss die VHS nun eine hohe Summe an Teilnehmergebühren zurückzahlen.

Am 29. April wurde das Semester durch eine Anordnung des Bürgermeisters beendet, nachdem es am 16. März unterbrochen worden war. 77 Kurse und andere Angebote waren davon betroffen. 18 848,40 Euro an Teilnehmerentgelten muss die VHS deshalb erstatten. Dieser Minderertrag wird allerdings noch mit der Einsparung von Honoraren von Dozenten und Gastsprechern verrechnet, um das genaue Defizit zu ermitteln. Trotzdem fallen Kosten – zum Beispiel für die Gehälter der Festangestellten – an.

Intensive Nutzung des Online-Lernens

Ausgenommen vom Abbruch waren Lehrgänge zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen sowie die Integrationskurse, die in den großen VHS-Saal verlegt wurden. Wobei bei den Abschlüssen zur Sekundarstufe I der Pflichtstundenanteil bereits vor dem Lockdown erreicht war, sodass nur noch die Prüfungen durchzuführen sind.

Des Weiteren stellte die VHS sukzessive auf Home-Schooling per E-Mail, SMS, Whatsapp oder Telegram um. Das wurde von den Lernenden intensiv wahrgenommen, wie es in der Vorlage für den Ausschuss für Schule, Sport und Weiterbildung heißt. Die Möglichkeiten des Online-Lernens will die VHS weiter ausbauen, da nicht abzusehen sei, ob nach den Sommerferien ein normaler Schulbetrieb stattfinden kann.

Raumgröße steht Einhaltung der Corona-Maßnahmen im Weg

Die Integrationskurse mit Alphabetisierung sollen ab Juni fortgesetzt werden. Für die allgemeinen Integrationsangebote, die eine Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen haben, muss noch ein geeigneter Raum gefunden werden. Generell ist die Nachfrage aber rückläufig.

Den anderen Kursen waren bei durchschnittlich zwölf Teilnehmern die Raumgröße bezüglich der Abstandsregelungen im Wege. Eine Teilung war aus terminlichen Verpflichtungen von Dozenten und Teilnehmern keine Option. Im Gesundheitsbereich zählten zudem viele Personen aufgrund des Alters oder Vorerkrankungen zu den Risikogruppen in der Corona-Pandemie.

Neustart unter Vorbehalt und mit Wendung zum Digitalen

Am 30. August soll das neue Semester beginnen. 131 Kurse und 3671 Unterrichtsstunden sind geplant. Die ausgefallenen Kurse sollen soweit möglich fortgesetzt werden oder neu angeboten werden. Ende Juni wird das Programmheft erscheinen. Das alles steht noch unter Vorbehalt der Durchführbarkeit in Corona-Zeiten. Ein Rahmenkonzept für eine Wiederaufnahme des Präsenzlehrbetriebs hat die VHS entwickelt. Einige Kurse sind nun online neu im Programm. Noch haben allerdings nicht alle Dozenten die digitalen Fortbildungen absolviert. Das Angebot sei nur zurückhaltend angenommen worden, heißt es

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