Zweifel an der Stimmauszählung ausgeräumt

CDU-Wahlbeschwerde vom Tisch: Pufke gibt Overberge zähneknirschend verloren

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Sieht jetzt klarer: Bergkamens CDU-Vorsitzender Marco Morten Pufke.

Für den Vorsitzenden Marco Pufke steht die CDU in Overberge nun amtlich auf verlorenem Posten: Den angekündigten Einspruch zur Kontrolle der Stimmzählung wird's nicht geben.  

Bergkamen - „Zähneknirschend“, so der Stadtverbandsvorsitzende Marco Morten Pufke, will die Bergkamener CDU nun doch hinnehmen, dass die politische Eroberung von Overberge an den vier Stimmen gescheitert ist, die unterm Strich auf Seiten der SPD stehen. Das gab der Parteichef – und in der Stichwahl ums Landratsamt noch aktive Wahlkämpfer – nur einen Tag nach seiner Ankündigung einer Wahlbeschwerde der CDU bekannt.

"Wahrscheinlich der genaueste Bezirk"

 „Der fragliche Stimmbezirk 1141 ist wahrscheinlich der am genauesten geprüfte in der ganzen Stadt“, propagierte Pufke am Dienstagmorgen das genaue Gegenteil von dem, was er tags zuvor von sich gegeben hatte: 

Weil in diesem einen von vier Stimmbezirken der beiden Wahlkreise in Overberge die Auszählung ins Stocken geraten war, hatte der Christdemokrat schon am Wahlabend spontan Zweifel angemeldet und sich am Montag entschieden, die Prüfung des Ergebnisses auf den Weg zu bringen. Denn diese vier Stimmen haben die Union um die Chance gebracht, hier den künftigen Ortsvorsteher zu stellen.

Verwaltung und Wahlvorsteher klären auf

Davon ist aber bei der Union keine Rede mehr, seit im Rathaus Organisationsleiter Thomas Hartl, der Wahlvorsteher für Stimmbezirk 1141 im Autohaus Hülpert und eine beteiligte Mitarbeiterin der Stadt Pufke erläutert haben, wie es zu den Irritationen gekommen war. 

Es waren nicht alle ausgegebenen Stimmzettel auch in die Urne gegeben worden. Das hatte eine intensive Suche und Kontrollzählung ausgelöst. Gemäß der Bestimmungen wurden die fehlenden Stimmen danach als ungültig verbucht.

"Absolut glaubwürdig, dass alles korrekt ist"

„Es wurde uns absolut glaubwürdig dargestellt, dass alle korrekt gelaufen ist“, gab sich der CDU-Chef und -Kandidat nun geläutert. Die angekündigte Kontrolle des Ergebnisses würde zudem hohen Aufwand erfordern. 

Wie berichtet, müsste die heutige Feststellung des Ergebnisses durch den Wahlausschuss formal angefochten werden. Über die weitere Vorgehensweise hätte dann der Wahlprüfungsausschuss zu entscheiden, der vom neuen Rat im November erst noch bestimmt werden muss.

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