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Vier Meter breit und asphaltiert: Radweg von Lünen bis Rünthe beschlossen

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Von: Jürgen Menke

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Der geplante Radweg soll in Rünthe über die Zechenbahntrasse (Bild) auf den zukünftigen Radschnellweg Ruhr treffen. An der Kreuzung Hafenweg/Rünther Straße/Werner Straße (B 233) ist eine Ampelanlage geplant. © Menke

Bergkamen – Der Bau eines komfortablen Radwegs zwischen Bergkamen und Lünen ist auf hiesiger Seite endgültig beschlossen. Eine Anbindung Oberadens über eine zusätzliche Bahnbrücke wird es allerdings nicht geben.

Der Bau einer Brücke sei mit rund sechs Millionen Euro zu teuer, wobei die Förderquote des Landes auch nur bei 50 Prozent liegen würde, hieß es im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr.

Neue Ampel in Rünthe soll Sicherheit bringen

Besagter Radweg soll künftig die Hauptverkehrsroute für Zweiradfahrer zwischen den beiden Städten sein – und mehr Menschen animieren, aufs Rad umzusteigen. In Lünen sind der Bahnhof, die Innenstadt, der Preußenhafen, der Schloss- und der Seepark angeschlossen, auf Bergkamener Seite die im Bau befindliche Wasserstadt Aden und der zentrale Omnibusbahnhof. Über die Marina Rünthe soll die Verbindung an den künftigen Radschnellweg Ruhr (RS1) angebunden werden. Dazu ist der Bau einer Ampel auf der Kreuzung Hafenweg/Werner und Rünther Straße geplant. So soll die B 233 gefahrlos überquert werden.

Insgesamt rund 23,5 Kilometer lang

Rund 23,5 Kilometer lang wird der ausgewiesene Radweg. Zum Großteil führt er direkt am Datteln-Hamm-Kanal entlang und verläuft auf vorhandenen Wegen. Die aber sollen allesamt asphaltiert werden und im besten Fall auf vier Meter Breite ausgebaut werden. Wo das nicht geht, etwa im Bereich unterhalb von Kanalbrücken, sollen Geländer für ausreichende Sicherheit sorgen.

Zum komfortablen Fortkommen gehört aus Sicht der Planer auch eine LED-Beleuchtung auf der gesamten Strecke – womöglich mit intelligenter Steuerung, sprich: Hell wird’s nur, wenn der jeweilige Streckenabschnitt auch wirklich genutzt wird. Das spart Energie und damit Kosten. Auch Abstellanlagen und zwei Reparaturstationen in der Wasserstadt sowie in der Marina sind vorgesehen.

Ein Beitrag zur IGA 2027

Der Radweg soll auch mit Blick auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 in der Metropole Ruhr realisiert werden. Als Beitrag zu dieser Schau planen Lünen und Bergkamen entlang des Kanalbandes einen Zukunftsgarten. Das Motto: „Landschaft in Bewegung“. Die einzelnen Aktionsorte sollen eng miteinander verbunden werden. Der Radweg erlaubt darüber hinaus Abstecher zu anderen Sehenswürdigkeiten wie dem Römerpark.

Die Kosten für den Radweg auf Stadtgebiet Bergkamen bezifferte die Verwaltung mit knapp 1,9 Millionen Euro. Finanziert werden soll das Projekt maßgeblich mit Fördermitteln aus dem Klimaschutzprogramm 2030 des Bundes. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 710 000 Euro, die im Haushalt eingeplant sind. Der Wegeabschnitt in der Wasserstadt Aden, wo der Radweg über den geplanten Marktplatz verlaufen soll, wird über die vorhandene Stadtumbaumaßnahme gefördert.

Brücke kommt vielleicht später

„Aufgehoben ist nicht aufgeschoben“, sagte Planungsamtsleiter Thomas Reichling mit Blick auf die vorläufige Streichung der Brückenpläne. Die Höhe der geschätzten Baukosten von sechs Millionen Euro begründete er mit dem großen Höhenunterschied, der zwischen dem Stadtteil Oberaden und dem neuen Stadtquartier überwunden werden müsste. Das erfordere den Bau einer längeren Rampe.

Der Ausschuss votierte einstimmig für den Radweg-Bau. Auch die CDU-Fraktion sprach sich dafür aus, wenngleich sie darauf verwies, grundsätzlich gegen die IGA-Teilnahme Bergkamens zu sein. Grünen-Vertreter Thomas Grziwotz regte eine räumliche Trennung von Radlern und Fußgängern auf den Wegen an, um Konflikten von vornherein aus dem Wege zu gehen.

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