Mehrere Vorstrafen

Vier Diebstähle: Uneinsichtiger Mann aus Bergkamen soll ins Gefängnis

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Der Bergkamener soll mit einem Komplizen unter anderem Jacken gestohlen haben.


Zahllose Vorstrafen und reichlich Hafterfahrung konnten einen Bergkamener (33) nicht davon abhalten, sein Glück wieder auf die Probe zu stellen und Ladendiebstähle zu begehen. Das soll ihn nun erneut die Freiheit kosten.

Bergkamen - Seit nahezu zwei Jahrzehnten beschäftigt der Mann aus Bergkamen die Justiz. In seinem Strafregister befinden sich etliche Voreintragungen wegen Diebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis, BTM-Delikten, Sachbeschädigung, Beleidigung und auch Körperverletzung. Seine Taten brachten ihn immer wieder hinter Gitter. Im aktuellen Fall leistete er sich in Bergkamen vier Diebstähle, wobei er zum Teil mit einem Komplizen agierte.

Die erste Tat erfolgte kurz vor Weihnachten 2019. Von den Außenständern der heimischen Filiale einer Mode-Kette nahmen er und ein Mittäter vier Jacken im Wert von 180 Euro mit. Keine zwei Monate später stahl er, erneut mit Verstärkung, bei einem hiesigen Discounter einen Staubsauger, Duschgel und Parfüm im Wert von 100 Euro. Knapp fünf Wochen darauf verschlug es ihn in die Herrentoilette im Rathaus, wo er skurrile Beute machte: eine „Jumbo-Toilettenrolle“ für circa 50 Euro. Zuletzt versuchte er Ende Oktober in einem Bergkamener Supermarkt mit einem Fernsehgerät für über 160 Euro unentdeckt zu verschwinden.

Angeklagter lehnt Therapie ab

Gewerbsmäßiger Diebstahl in vier Fällen wurde ihm nun vor dem Schöffengericht in Unna zur Last gelegt. Er nickte die Vorwürfe im Prinzip ab und erklärte: „Das ist so richtig.“ Damals habe er neben dem Methadon, das er erhalte, wieder Heroin konsumiert und dafür Geld benötigt. Die Beute habe er verkaufen wollen, um flüssig zu werden. Mittlerweile rauche er kein Heroin mehr. Und, davon zeigte er sich überzeugt: „Ich bin eigentlich auf einem guten Weg, so dass ich keine Therapie brauche.“ Von der Meinung ließ er sich weder vom Gericht noch von seinem Verteidiger abbringen.

Sicherlich sprach das Geständnis für den Angeklagten. Auf der anderen Seite standen jedoch die große Fülle an zum Teil einschlägigen Vorstrafen, die Hafterfahrungen und der Umstand, dass er in puncto Therapie nicht mit sich reden ließ. Eine günstige Prognose konnte das Gericht nicht erkennen und somit wurde der Mann zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt. Nun ist es an ihm, darüber nachzudenken, vielleicht doch eine Therapie zu anzutreten. Ihm wurde die Möglichkeit eingeräumt, dass diese Behandlung auf die Strafe angerechnet werden könnte.

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