Bergkamener Schüler lernen oft auswärts

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Von 399 Bergkamener Viertklässlern wechseln im kommenden Schuljahr 61 an auswärtige Schulen. (Zur Komplettansicht auf das Kreuz klicken).

Bergkamen – Die Zahl der auspendelnden Berkamener Schüler bleibt hoch. So wechseln zum neuen Schuljahr 2020/21 im August 61 Viertklässler auf weiterführende Schulen in umliegenden Kommunen.

Über die jetzt vorliegende Statistik der Schulverwaltung berät der Ausschuss für Schule, Sport und Weiterbildung der Stadt am Mittwoch, 10. Juni, ab 17 Uhr im Ratssaal.

Die 61 Auspendler gehören zu insgesamt 399 angehenden Fünftklässler aus Bergkamen, die die Grundschulen verlassen. Das sind 30 weniger als zum laufenden Schuljahr. Die Prognosen gehen aber davon aus, dass die Zahl der Wechsler wieder steigt, auf 422 im Folgejahr und 484 zum Schuljahr 2022/23.

Die meisten Auspendler zieht es in die Nachbarstadt nach Werne. 18 haben sich am dortigen bischöflichen Gymnasium Sankt Christophorus angemeldet, acht am städtischen Anne-Frank-Gymnasium. Auf die Marga-Spiegel-Sekundarschule wechseln 16 Mädchen und Jungen.

Ein Schüler zur Walldorf-Schule

Zehn angehende Fünftklässler haben sich hingegen für Kamen als künftigen Lernort entschieden, acht für Lünen, wo sie sich gleich auf fünf Schulen aufteilen. Die Freie Waldorfschule in Hamm nimmt einen Schüler aus Bergkamen auf.

Was auffällt: Die Quote der Auspendler ist vor allem bei den 90 Schülern mit Gymnasial-Empfehlung ohne Einschränkung hoch. 36 von ihnen kehren Bergkamen zum schulischen Lernen den Rücken, mehr als jeder Dritte.

Von den 399 derzeitigen Viertklässlern haben 25 einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie verteilen sich den Angaben nach auf die beiden Realschulen in der Stadt sowie die Willy-Brandt-Gesamtschule und nehmen hier am Gemeinsamen Lernen (GL) statt.

Die Schulen im Überblick

An den vier weiterführenden Schulen in Bergkamen sieht die Situation ab dem Schuljahr 2020/21 wie folgt aus:

Freiherr-v.-Stein-Realschule: Insgesamt liegen der Schule 62 Anmeldungen vor (57 mit Empfehlung, fünf GL). „Es könnten inklusive möglicher Wiederholer drei Klassen gebildet werden“, so die Schulverwaltung.

Realschule Oberaden: 58 Anmeldungen (52 mit Empfehlung; sechs GL). sind am Pantenweg 12 eingeganen „Es könnten inklusive Wiederholer drei Klassen gebildet werden, ohne wohl nur zwei“, heißt es von der Schulleitung.

Städtisches Gymnasium: Dort werden den Angaben nach mit 78 Fünftklässlern – – darunter zwei auswärtige Schüler und eine Bergkamener Schülerin, die eine Grundschule in einer Nachbarstadt besucht – vier Klassen gebildet. Im Vorjahr waren es mit 114 Schülern ebenfalls vier Lerngruppen.

Willy-Brandt-Gesamtschule: Sie verzeichnet 144 Anmeldungen, inklusive 13 GL-Schülern, zweier Neuanmeldungen von außerhalb und vier Schülern, die bis dato jenseits der Stadtgrenze unterrichtet werden. Es werden sechs neue Fünfer-Klassen am Friedrichsberg gebildet.

Eltern halten sich immer an Empfehlungen

Nicht immer halten sich die Elternhäuser im Übrigen an die Empfehlungen der Grundschulen. Bei der Realschule Oberaden etwa lernen demnächst sieben Schüler mit Hauptschul-Empfehlung; das entspricht 13,5 Prozent. Ähnlich sieht es beim Städtischen Gymnasium aus, wo zwölf Schüler mit Vorschlag Realschule aufgenommen werden. Auf der anderen Seite besuchen auch sieben Schüler mit uneingeschränkter Gymnasial-Empfehlung die hiesigen Realschulen.

An der Gesamtschule liegt der Anteil der Hauptschul-Empfehlungen bei 64,2 Prozent. Das entspricht 84 Schülern. Die Empfehlung „Gymnasium“ und „Realschule/ Gymnasium“ bringt jeweils ein Schüler mit.

Über die Aufnahme an einer Schule entscheidet gemäß Schulgesetz die jeweilige Schulleitung.

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