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Viel Grün und noch mehr Infos: Buntes Frühlingsfest an der Ökostation

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Von: Markus Liesegang

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Es war das erste Frühlingsfest nach der Corona-Pause. Manch Aussteller hätte sich vielleicht mehr Besucher gewünscht, manch Besucher mehr Aussteller. Dennoch genossen alle die entspannte Atmosphäre.
Es war das erste Frühlingsfest nach der Corona-Pause. Manch Aussteller hätte sich vielleicht mehr Besucher gewünscht, manch Besucher mehr Aussteller. Dennoch genossen alle die entspannte Atmosphäre. © Liesegang

Grüne Zuchterfolge aus dem eigenen Garten oder auch Wohnzimmer, aber auch Flora und Fauna aus dem Teich zu Hause gab es am Samstag auf dem Gelände der Ökostation in Heil zu bestaunen, zu tauschen oder für kleines Geld zu kaufen. Daneben informierte der Gastgeber auf der „Messe Natur und Garten – Das Frühlingsfest“ über seine Arbeit zum Erhalt einer intakten Umwelt. Die Neuland-Fleischerei grillte, den Durst konnten die Besucher unter anderem mit leckerem Zipf´l-Craft-Beer aus Unna stillen.

Bergkamen – Zum ersten Mal dabei waren verschiedene Fairtrade-Händler, die Eine-Welt-Läden aus Hamm, Unna und Werne sowie die Unterstützer des Gedankens wie die evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde. „Das sollte eigentlich unser Schwerpunkt sein an diesem Tag“, erklärte Agnès Teuwen, im Umweltzentrum zuständig für Großveranstaltungen. „Leider haben in dem Bereich einige Aussteller wegen Corona abgesagt“, bedauerte sie. „Wir haben auch erst vor zwei Monaten entschieden: Okay, wir machen es, aber nur im Außenbereich“, so Teuwen, die mit dem Besuch zufrieden war. Der sperrige Titel der Veranstaltung wird im nächsten Jahr gestrichen. „Der alte Name Natur und Garten fällt weg. Das Frühlingsfest soll auch jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt bekommen“, blickt die Veranstalterin in die Zukunft.

„Es ist ja zwei Jahre ausgefallen. Da hätte ich mehr Leute erwartet“, sagte Miriam Wilmes. Spaß machte es der Freizeithändlerin trotz alledem. Sie hatte ihre Ware, unter anderem Wasserpflanzen und Posthornschnecken für den Gartenteich, liebevoll mit Ton-Täfelchen ausgeschildert, schnackte gerne mit den Kaufinteressenten. Auch Horst Oecker stellte seine Lilien nicht des Geldes wegen aus. Der Lünener schätzt die Atmosphäre und „die netten Gespräche“.

Nicht alle hatten Pflanzen mitgebracht. Gisela Joswig verkaufte den Restbestand an selbst gebasteltem Schmuck, mit dem sie jahrelang über Märkte getingelt war, um mit dem Erlös Tierheime in Griechenland und Rumänien zu unterstützen. Michael Strelow zeigte unter anderem Didgeridoos aus dem Holz der umgefallenen Schwarzerlen der Lippeaue, bemalt mit Motiven der Aborigines.

Von Abfall und Pferdeegeln

Insgesamt gab’s 14 Aussteller. Wissenswertes zum Thema „Wohin mit meinem Abfall?“ brachte die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft unters Volk, während Dr. Anne-Kathrin Happe am Samstagnachmittag gefischt hatte. Die neue Leiterin der Biologischen Station präsentierte im Schauglas den wirklich Großen Kolbenwasserkäfer, Libellenlarven sowie einen Pferdeegel.

Die tierischen Gäste wurden nach 17 Uhr wieder in die Lippeaue entlassen. Die menschlichen schleppten derweil diverse Tüten als Auffrischung ihrer Gartenlandschaft zu ihre Autos – etwa Jungpflanzen von Tomaten, Paprika oder Erdbeeren, gezogen nach Demeter-Richtlinien vom „Werkhof – die Gärtnerei“, einem Projekt der sozialen Arbeit.

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