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VHS in Bergkamen spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich

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Von: Christoph Volkmer

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Volkshochschule Bergkamen
Die Teilnehmerzahlen bei der VHS in Bergkamen sind in Pandemiezeiten deutlich zurückgegangen. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Seit Beginn der Corona-Pandemie heißt es bei der Volkshochschule Bergkamen meistens weniger Kurse und weniger Teilnehmer. „Und das aus unterschiedlichsten Gründen“, so VHS-Leiterin Sabine Ostrowski. Der Ausschuss für Schule, Sport und Weiterbildung hat jetzt ein Arbeitsplan für das erste Semester 2022 der VHS einstimmig verabschiedet. Bei der Sitzung blickte Sabine Ostrowski auf das vergangene Halbjahr zurück und sprach über Ziele für die Zukunft.

Rund 150 Kurse umfasste das öffentlich ausgelegte Programm im zurückliegenden Halbjahr. 112 davon sind tatsächlich durchgeführt worden, berichtete Ostrowski. Insgesamt haben 1077 Teilnehmer an den Angeboten teilgenommen, 4037 Unterrichtsstunden fanden statt.

Der enorme Rückgang wird vor allen Dingen beim Blick auf die Teilnehmerzahlen deutlich. 2019 seien es im gleichen Halbjahr knapp 6000 gewesen, so Ostrowski, die dennoch optimistisch in die Zukunft und die kommenden Semester blickt: „Wir gehen davon aus, dass sich das wieder einpendelt.“

Das nächste Semester beginnt am 24. Januar 2022. Über 130 Kurse sind geplant. Im Fachbereich 0 sollen unter anderem wieder Kochkurse und ein Weinseminar stattfinden. Außerdem sind Angebote zur Unterstützung der Hundegesundheit geplant.

Der Fachbereich 1 befasst sich mit aktuellen Themen aus Politik und Gesellschaft. Populismus und Medienkrise gehören ebenso dazu wie eine Exkursion zur Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg. Ökologie spielt bei Vorträgen um Verkehrswende oder die Vermeidung von Plastik im Alltag eine Rolle.

Kultur und Kreatives sind im Fachbereich 2 zu finden. In diesem Bereich sind Vorträge zu Joseph Beuys und die „Goldenen Zwanziger“ geplant. Im Fachbereich 3 steht wieder Bewegung im Mittelpunkt. Zum Portfolio der VHS gehören Zumba-Kurse, aber auch Qi Gong und Yoga.

Für den Fachbereich der Fremdsprachen sind Kurse in den Sprachen Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Niederländisch und Schwedisch geplant. Im Bereich EDV und Berufliche Bildung (Fachbereich 5) geht es um Angebote für den PC-Anwendungsbereich, digitale Sicherheit und die Smartphone-Bedienung. Erweitert wurde dieser Programmbereich um Angebote zur Arbeit im Internet – hier ist auch ein Einsteigerkursus für Blogger in Planung.

Für die Integrationskurse im Programmbereich 6 wurden zwei neue Dozentinnen gewonnen, sodass zwei Integrationskurse und zwei Integrationskurse mit Alphabetisierung vormittags durchgeführt werden können.

Von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen gab es Lob für das neue Programm. Irina Ehlermann (Bündnis90/Die Grünen) lobte das Konzept und die aktuellen Bezüge vieler Angebote. „Wir können stolz sein, eine tolle VHS in der Stadt zu haben.“

Ein Ziel formulierte Ostrowski für das kommende Jahr. „Es gibt Zielgruppen, die sich vom Bildungssystem schon weiter entfernt haben und bisher für unsere Angebote schlecht gewesen erreichbar sind“, sagte sie. Beispielsweise im Bereich der Digitalisierung sei es nötig, dass sich auch diese Gruppen mit dem Thema beschäftigen. „Da müssen wir zusehen, diese Gruppen besser zu erreichen“.

Dafür sei es nötig, die Menschen direkt aufzusuchen und in Gesprächen zu fragen, in welchen Bereichen Bildungsinteressen und Bedarfe liegen. Dies soll in Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Gruppen und Kooperationspartnern erfolgen, die bereits Kontakte zur Zielgruppe haben.

Das neue Programmheft der VHS erscheint im Dezember. Dann ist das neue Kursangebot auch online einzusehen.

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