Eishallen-Vertrag besiegelt: Dr. Martin Brodde ist neuer Pächter

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Bei der Unterzeichnung des Pachtvertrages für die Eishalle Weddinghofen (vl): Bürgermeister Roland Schäfer, GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl und Betreiber Dr. Martin Brodde.

Bergkamen - Martin Brodde renoviert zwar bereits seit einigen Wochen die Eishalle, seit Dienstag ist er aber auch offiziell der Pächter. Im Rathaus unterzeichneten Brodde als Geschäftsführer der Spiel- und Eissport-Gesellschaft (SuE) und GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl den Vertrag.

Der ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, beinhaltet aber alle Optionen auf Verlängerung – auf der anderen Seite könnte der neue Pächter aber auch sagen: Nein, es geht doch nicht. Davon war am Dienstag natürlich nichts zu spüren. 

Die GSW sind froh, dass sie ihr Konzept umsetzen und die Verantwortungen für den Zuschussbetrieb Eishalle abgeben können. Auf der anderen Seite zeigte sich Dr. Martin Brodde zuversichtlich, dass seine Vorstellungen vom Betrieb der Halle auf Resonanz stoßen. „Ich hatte erst Probleme mit dem Begriff Pächter“ gesteht er. Und in der Tat: Ein Pächter im herkömmlichen Sinne ist er nicht. „Der Vertrag garantiert viele Freiheitsbereiche. Die betreffen auch Umbauten“ so Bürgermeister Roland Schäfer, der Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeinschaftsstadtwerke ist.

Symbolischer Betrag statt Pacht

Brodde entrichtet auch keine echte Pacht. So ganz kostenlos ist der Betrieb aber nicht. „Er zahlt einen symbolischen Betrag über 1 Euro plus Mehrwertsteuer“, erläutert Jochen Baudrexl. Roland Schäfer wies nochmal darauf hin, dass auch dem Rat klar gewesen sei, dass mit einem Projekt wie der Eishalle schwerlich schwarze Zahlen zu schreiben sind und dass daher der jährliche städtische Zuschuss von 65.000 Euro bewilligt worden sei. Über den Eintritt, der nur geringfügig erhöht wird, der Gastronomie und vor allem natürlich über die Vermietung der Eislaufzeiten für Feiern und ähnliche Veranstaltungen soll das Geld reinkommen.

Noch kein konkreter Plan für Sommerzeit

Brodde rechnet damit, den Besucherschnitt der vergangenen Jahre – jährlich rund 30.000 Gäste – mindestens halten zu können. Die Stadt wird zudem von ihm für den Schulsport die Halle anmieten. Von Montag bis Freitag stehen dafür an den Vormittagen spezielle Zeiten zur Verfügung. Die Gastronomie betreibt er in Eigenregie. Zwei Mitarbeiter werden für ihn tätig sein. Unklar ist noch, was in der Sommerzeit, wenn das Eis abgetaut worden ist, am Häupenweg passiert. „Möglich wäre ein Angebot für Kinder über zehn Jahre“, sagt er, denn das in der Nachbarschaft geplante Spieleparadies Monkey Island richte sich an jüngere Kinder im Alter von drei bis acht Jahren. Darüber werde aber erst im nächsten Jahr entschieden, so der Pächter.

Die bisherigen GSW-Mitarbeiter der Eishalle werden künftig in anderen Bereichen der Gemeinschaftsstadtwerke tätig sein. Brodde selbst greift auf Mitarbeiter zurück, die er aus seiner Heimat Münster kennt. „Es werden zwei Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, drei bis vier in Teilzeit und zwei bis vier als Honorarkräfte“, sagt er.

Mittlerweile gibt es eine Internetseite, die nach und nach aufgebaut wird. Unter www.eishalle-bergkamen.de sind die wichtigsten Informationen aufgelistet.

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