Plädoyer für Kulturveranstaltungen

Verschärfte Maßnahmen: So bewertet Bürgermeister Roland Schäfer die Beschlüsse

Rathaus Bergkamen
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Das Rathaus in Bergkamen.

Bund und Länder haben sich auf weitere Corona-Maßnahmen verständigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer diskutierten gestern über einen strengeren Maßnahmenkatalog, um die Ausweitung der Pandemie zu verlangsamen. Bürgermeister Roland Schäfer kann nicht alle Maßnahmen im Detail nachvollziehen.

Klar ist eins: Es geht darum, die exponentiell steigenden Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen. „Es ist auf jeden Fall notwendig, den starken Anstieg der Infektionszahlen zu durchbrechen“, betonte Schäfer. Die bisherigen Maßnahmen schienen nicht zu wirken, demnach sei eine Verschärfung sinnvoll.

Dass Kitas und Schulen geöffnet bleiben sollen, bewertet Schäfer als positiv. „Das ist wichtig“, sagte er. Nicht nachvollziehen kann er dagegen das geplante komplette Verbot aller Veranstaltungen. „Alle Kulturveranstaltungen zu verbieten, ist übertrieben“, findet der Bürgermeister. Wo Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden können, sollten Veranstaltungen weiter erlaubt sein. „Es ist notwendig, den Menschen ein kleines Ventil zu lassen, wenn sie etwas unternehmen möchten.“

Private Feiern als Problem

Auch die Gastronomie komplett zu schließen, hält Schäfer nicht für richtig. Betriebe, die eine ausreichende Größe haben, um die Abstandsregelungen ordentlich umzusetzen, sollten seiner Meinung nach eher wie der Einzelhandel behandelt werden. Dort müssen die Geschäfte sicherstellen, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche im Geschäft aufhält.

Roland Schäfer

Ein Problem sieht Schäfer in privaten Feiern und Ähnlichem. „Man kann private Zusammenkünfte so nicht verbieten“, sagte er. Es sei nur ein Appell an die Bevölkerung möglich. „Vielleicht muss der aber drastischer werden, damit die Leute darauf verzichten, sich im Privaten zu treffen.“

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