Verletzter Bergkamener beleidigt Polizisten im Rausch

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Kamen/Bergkamen – Ein Sturz auf den Kopf raubte einem Bergkamener offenbar alle Sinne. Alkohol und Drogen taten ihr Übriges. In dem Zustand beschimpfte der 49-Jährige die, die ihm nur helfen wollten. 

Auch wurde bei der Gelegenheit Marihuana bei ihm gefunden. Erinnern konnte er sich nun vor Gericht nicht, Abbitte leistete er dennoch.

In Kamen wurde der Mann am 30. Mai am Boden neben seinem Fahrrad gefunden und alles deutete darauf hin, dass er Opfer einer Körperverletzung war. 

Die Polizei wurde gerufen, der 49-Jährige wurde in eine Klinik gebracht und genau das machte ihn augenscheinlich rasend. Er verschwand, kehrte zurück, ging wieder, erschien erneut – eine Polizeibeamtin titulierte das Ganze später als „Katz- und Mausspiel“. Auch beleidigte er die Polizisten. Von den 0,5 Gramm Marihuana, die er dabei hatte, ganz zu schweigen.

Entschuldigung bei Polizistin

Drogenbesitz und Beleidigung wurden dem Bergkamener nun vor dem Amtsgericht Kamen vorgeworfen. Er musste passen: „Ich weiß gar nichts mehr.“ Wahrscheinlich sei er völlig weggetreten gewesen, denn so kenne er sich gar nicht. 

Aber schuldig bekenne er sich. Was die Drogen betraf, erklärte er, der tatsächlich schwer krank ist, dass die sein „Heilungsmittel“ seien – nur nicht vom Arzt verordnet. Und die Beleidigung der Beamten ließ ihm keine Ruhe. Also nutzte er die Chance, sich bei der Polizistin, die als Zeugin gehört wurde, zu entschuldigen. 

Die nahm an. Zugunsten des 49-Jährigen, der zuvor nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, ging das Gericht von verminderter Schuldfähigkeit zum Zeitpunkt der Tat aus. Auch sprach die ehrliche Reue für ihn. 

Der Richter fasste zusammen: „Ich gehe davon aus, dass es eine Ausnahmesituation war. Sehen Sie zu, dass Sie Ihr Leben in den Griff kriegen und hier nicht wieder auftauchen.“ Er verwarnte ihn und behielt sich die Verurteilung zu 250 Euro Geldstrafe für die Dauer von zwei Jahren vor, setzte sie also zur Bewährung aus.

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