Verkehrszählungen für den Radschnellweg

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Das Messgerät an der Hüchtstraße.

Bergkamen - Irgendwann einmal sollen Radler auf dem geplanten Schnellweg von Duisburg nach Hamm durch Bergkamen strampeln. Die Planungshoheit für das Großprojekt liegt bei Straßen.NRW, die Stadt ist lediglich „Zuarbeiter“ – zum Beispiel, wenn sie Geräte für Verkehrsmessungen zur Verfügung stellt und die Daten liefert.

In den vergangenen Wochen stand ein kleiner Kasten unter anderem an der Hüchtstraße in Overberge. „Wir besitzen ein eigenes Messgerät“, sagt Hans Irmisch, im Rathaus für die städtischen Radwege zuständig. Das Gerät sei fast ständig für die Stadt im Einsatz, „zum Beispiel, wenn Straßen gebaut werden“, so Irmisch. Derzeit wird es für die Realisierung des größten Radwegeprojektes des Ruhrgebietes zur Verfügung gestellt, um damit die Verkehrsbelastung auf einzelnen Abschnitten zu messen. „Straßen.NRW verfügt zwar über eigene Daten aus Verkehrszählungen, die betreffen aber die größeren Straßen“, sagt Irmisch. 

RS1 kreuzt Straßen

Auf Bergkamener Gebiet wird der künftige RS1, der von Kamen kommend entlang der alten Klöcknerbahntrasse verläuft, auch kleinere Straßen wie die Hüchtstraße kreuzen. Gemessen wird unter anderem auch an der Kamer Heide oder am Hahnenpatt – eigentlich entlang des gesamten Verlaufs. Der Landesbetrieb, der derzeit mit den Planungen für den Routenverlauf im Kreis Unna beschäftigt ist, möchte wissen, wie viel Pkw oder Lastwagen den jeweiligen Abschnitt befahren. Im Mittelpunkt stehen vor allem Querungen und Kreuzungsbereiche. „Da geht es auch darum, wer künftig in diesen Abschnitten Vorrang hat, Pkw oder Radler“ sagt Hans Irmisch. 

Das Verkehrsaufkommen ist nur ein Aspekt in den gesamten Vorplanungen. Ein Vermessungsbüro ist im Kreis Unna tätig. Unter anderem werden die Höhenlagen erfasst, „zum Beispiel muss geprüft werden, ob Dammaufschüttungen notwendig sind“, sagt Irmisch. Eine Menge Feinarbeit für ein großes Projekt.

Überquerung des Kanals

Wie berichtet soll der Radweg von Kamen aus auf der alten Trasse bis zum Kanal in Rünthe und von dort an beiden Seiten der Wasserstraße bis Hamm geführt werden. Einen Punkt, den Straßen.NRW noch klären muss, ist die Überquerung des Kanals. „Das befindet sich noch in den Vorplanungen“, weiß der Radwegeexperte der Stadt. Da gibt es mehrere Varianten. Die von der Verlängerung des Gehweges über die bestehende Kanalbrücke ist eine, das „Anheften“ eines Radweges an diese Brücke eine andere. Die dritte wäre eine neue Brücke für Radler und Fußgänger parallel zu der an der Werner Straße.

Wann genau der gesamte Radschnellweg fertig gestellt sein wird, vermag derzeit noch niemand zu sagen. Im westlichen Bereich wird auf einem kleinem Abschnitt zwischen Mülheim und Essen bereits geradelt. „Alle sind daran interessiert, dass es zügig weitergeht“, sagt Hans Irmisch.

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