Geld gestohlen

Verhängnisvolles Date in Bergkamen endet vor Gericht

Geldscheine im Geldbeutel
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Der Frau wurde Geld aus der Brieftasche gestohlen.

Der Verdacht des Diebstahls führte jetzt eine Frau aus Bergkamen, ihren ehemaligen Datepartner und einen weiteren Mann vor dem Amtsgericht Kamen zusammen.

Bergkamen - Am 20. August vergangenen Jahres hatte die Frau ein Date mit einem 33-jährigen Mann. Er schien nett zu sein, brachte sogar Bekannte von ihr nach Hause. Am darauffolgenden Tag ist es kurz nach 23 Uhr, als der Mann die 47-Jährige anruft, um sie zu bitten, ihn vom Kiosk am Museumsplatz nach Lünen zu fahren. Die Frau sieht eine Gelegenheit, sich für den Fahrservice am Vorabend zu revanchieren.

Vor Ort ist sie jedoch überrascht, als nicht nur ihr Date, sondern ein zweiter Mann ins Auto steigt. Statt direkt nach Lünen zu fahren, hält das Fahrzeug auf einem Parkplatz. Dort will sich der Datepartner mit der Frau unterhalten. Während die Frau ins Gespräch vertieft ist, befindet sich der Mitfahrer auf der Rückbank. Plötzlich wollen die Männer nicht mehr nach Lünen, sondern wieder zum Kiosk zurück. Zu Hause fällt der Bergkamenerin auf, dass 185 Euro aus ihrer Handtasche fehlen. Sofort hat sie den Mann auf der Rückbank im Verdacht. Sie zeigt ihn an und die Drei treffen im Amtsgericht Kamen aufeinander.

Gespräch als Ablenkungsmanöver?

Der Mann auf der Anklagebank streitet ab, etwas mit dem Diebstahl zu tun zu haben. Er gibt an, die Frau habe seinen Kumpel angerufen, um ihn zu bitten, ihr Zigaretten zu kaufen, da sie kein Geld habe. Kurz darauf sei die 47-Jährige zum Kiosk gekommen und sie seien zum Parkplatz gefahren.

Dort habe er aussteigen müssen, während sein Kumpel und die Frau im Auto geblieben seien: „Ich weiß nicht, was sie gemacht haben.“ Irgendwann sei er wieder eingestiegen und die Frau hätte die beiden Männer am Kiosk raus gelassen, obwohl sie zuvor versprochen hatte, sie nach Hause zu fahren. Der Datepartner bestätigte im Zeugenstand die Version des Angeklagten.

Plötzlich mit Strafe einverstanden

Doch den Richter überzeugten die Männer nicht. Er glaubte der Frau. Sie hatte im Zeugenstand angegeben, beobachtet zu haben, wie der Mann auf der Rückbank ihre Handtasche in der Hand hatte. Zu Hause angekommen seien sämtliche Papiere auf der Rückbank verteilt und das Geld verschwunden gewesen.

Gegen die Version der beiden Männer sprach auch, dass der Datepartner nach dem Vorfall angeboten hatte, der Frau 200 Euro zurückzugeben. Das, so der Vorsitzende, ergebe nur Sinn, wenn vorher ein Diebstahl stattgefunden hatte.

Und so endete der Prozess für den Angeklagten mit 750 Euro Geldstrafe. Hatte der 25-Jährige die ganze Zeit behauptet, nichts mit dem Diebstahl zu tun zu haben, erklärte er sich plötzlich einverstanden mit der Strafe.

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