Urteil könnte bald fallen

Vergewaltigung einer Schülerin: Angeklagter soll auch in Beziehungen gewalttätig gewesen sein

Vergewaltigung Angeklagter Anwalt Landgericht
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Der Angeklagte aus Bergkamen hat gestanden, eine 15-jährige Schülerin, vergewaltigt zu haben. 

Im seit Januar laufenden Prozess um den geständigen Vergewaltiger einer 15-jährigen Schülerin aus Oberaden scheint sich allmählich ein Ende des Verfahrens abzuzeichnen. Vorher soll noch eine weitere Ex-Partnerin des Angeklagten gehört werden.

Bergkamen/Dortmund - Die Prozessbeteiligten am Dortmunder Landgericht vereinbarten vier weitere Verhandlungstermine – am 24. November soll dann nach derzeitiger Planung ein Urteil verkündet werden.

Vor dem psychiatrischen Gutachten und den Schlussvorträgen von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung soll aber zuvor Ende des Monats noch eine ehemalige Lebensgefährtin des Angeklagten gehört werden. Die Frau hat bereits ihre Bereitschaft signalisiert, für ihre Zeugenaussage am 26. Oktober aus ihrer polnischen Heimat zum Gericht nach Dortmund anzureisen.

Eine weitere Frau war in der vergangenen Woche per Videokonferenz in Polen befragt worden, weil sie unter anderem wegen eine Infektion mit Corona nicht die Reise von Polen nach Deutschland antreten wollte. Sie hatte den Angeklagten und Vater eines gemeinsamen Kindes in der Beziehung als unberechenbar, aggressiv und sexuell übergriffig beschrieben. Letztlich sei sie mit ihrem Kind vor ihm zurück nach Polen geflüchtet.

Vergewaltigung in Bergkamen: Angeklagtem droht Sicherheitsverwahrung

Die Prozessbeteiligten werden nun bei der Befragung der zweiten Frau vergleichbare Fragen nach seinem Verhalten, seinem Alkoholkonsum und seine mögliche Gewaltbereitschaft stellen. Für den psychiatrischen Sachverständigen ist die Analyse seines Verhaltens in Beziehungen wichtig für die Erstellung seines Gutachtens. Im Raum steht neben einer hohen Gefängnisstrafe die mögliche Unterbringung in der Sicherungsverwahrung für gemeingefährliche Schwerverbrecher.

Der 34-Jährige hatte nach langem Leugnen schließlich zugegeben, am 13. Juli vergangenen Jahres eine damals 15-jährige Schülerin auf dem Nachhauseweg attackiert, zu Boden geschlagen und hinter einem Bahndamm vergewaltigt zu haben. Die Jugendliche erlitt unter anderem mehrere Schädelbrüche und schwebte in akuter Lebensgefahr.

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