Plädoyers im November

Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Bergkamen: Ende des Prozesses in Sicht

Der 33-jährige Bergkamener gibt zu, die Schülerin geschlagen und sexuell missbraucht zu haben. Beim Prozess wird er von Axel von Irmer vertreten.
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Der 33-jährige Bergkamener gibt zu, die Schülerin vergewaltigt zu haben.

Im Strafverfahren um die Vergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin in Oberaden haben sich die Prozessbeteiligten am Dortmunder Landgericht auf Termine für die weitere Beweisaufnahme geeinigt - das Ende des seit Januar laufende Verfahrens ist damit in Sicht.

Nach dem vermutlich zeitintensiven und für die Bewertung der Tat ungemein wichtigen Gutachten eine psychiatrischen Sachverständigen Ende Oktober sollen Anfang November die Schlussplädoyers gehalten werden. Zeitnah danach wird dann nach intensiver Beratung das Urteil gesprochen.

Der 33-jährige Angeklagte muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen, die trotz seines späten Geständnisses nach mehreren Verhandlungstagen vermutlich im zweistelligen Bereich liegen wird.

Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Bergkamen: Trinkgewohnheiten werden untersucht

Vor dem Abschluss der Beweisaufnahme werden aber alle Prozessbeteiligten Ende September nach Bochum reisen, um am Landgericht Bochum in einer Videokonferenz die frühere Ehefrau des Angeklagten zu seinen Trinkgewohnheiten und eventuellen Gewaltausbrüchen unter Alkoholeinfluss zu befragen.

Der Angeklagte behauptet, zur Tatzeit stark getrunken zu haben und sein Opfer unter Alkoholeinfluss zusammen geschlagen und vergewaltigt zu haben.

Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Bergkamen: Jugendliche schwebte in Lebensgefahr

Die 15-jährige Schülerin war am 13. Juli vergangenen Jahres auf dem Nachhauseweg von dem ihr Unbekannten auf offener Straße zusammen geschlagen und hinter einem Bahndamm am ehemaligen Bahnhof Oberaden verschleppt und dort vergewaltigt worden.

Die Jugendliche schwebte in akuter Lebensgefahr und leidet bis heute unter den körperlichen und seelischen Folgen der Tat. Durch das späte Geständnis ihres Peinigers konnte der Schülerin eine vermutlich hochgradig belastende Zeugenaussage vor Gericht erspart werden.

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