Traditionelles Treffen im Jugend- und Vereinsheim

Bau-Verzögerung sorgt in Heil für reichlich Ärger

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Die Heiler Vereinsvertreter tauschten sich am Mittwochabend aus.

Heil - Zum alljährlichen Vereinsvertretertreffen hatte jetzt die Stadt Bergkamen und die Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt die Heiler Vereine ins Jugend- und Vereinsheim eingeladen. Neben Angelegenheiten des Ortsteils stellte Christiane Reumke, Sachgebietsleiterin Stadtplanung bei der Stadt Bergkamen, das integrierte Handlungskonzept für Bergkamen-Mitte vor.

Das Konzept soll nicht nur Schwachstellen im Stadtgefüge aufzeigen, sondern auch Lösungen sammeln – und letztendlich dafür sorgen, dass Fördertöpfe zur Stadtentwicklung angezapft werden können. „Neben vielen guten Seiten hat gerade die Stadtmitte mit einigen Defiziten zu kämpfen“, weiß auch Christiane Reumke, die das Integrierte Handlungskonzept gemeinsam mit Karsten Quabeck vom Bergkamener Stadtmarketing vorstellte. „Die Schwachstellen auszumachen und dafür Lösungen zu liefern – dafür sind wir auch auf die Hilfe aller Bürger angewiesen“, appellierte sie an die Heiler. 

Der Standort des Hallenbades, das überflüssig wird, wenn das neue Kombibad gebaut ist, das Rathausviertel mit den aktuell brachliegenden Turmarkaden, der noch zu entwickelnde Teil der Zechenbrache Grimberg 1/2 und natürlich das „ewige Sorgenkind“, die Fußgängerzone auf dem Nordberg – diese Bereiche wurden bereits ausgemacht, nun werden Lösungen gesucht. „Dafür wird das Planungsbüro ,Stadtbüro’ mithilfe von Infoständen zum Beispiel auf dem Wochenmarkt oder bei Veranstaltungen wie der Blumenbörse und einer eigenen Homepage Ihre Lösungsvorschläge sammeln“, erläuterte die Sachgebietsleiterin. Dabei dürfe man ruhig träumen, auch Fantastisches oder unmöglich Erscheinendes sei erwünscht und könne als Inspiration für Machbares dienen. Im Herbst sollen die Ergebnisse präsentiert werden. 

Zeche mit Erlebnis-Faktor

Von Seiten der Heiler Vereinsvertreter kamen erste Vorschläge, so wurde zum Beispiel eine moderne Erlebniszeche am Standort Grimberg 1/2 vorgeschlagen, mit dem Förderturm sei doch ein markantes Bergbaurelikt vorhanden, damit müsse sich doch auch etwas zur Erinnerungskultur im Ruhrgebiet beitragen lassen. Als es um die Heiler Belange ging, brannte den Anwesenden vor allem der Fortschritt auf der Baustelle der Wasserstadt unter den Nägeln. Ein Vorankommen sei zurzeit kaum auszumachen. Das sei auch richtig so, musste Christiane Reumke einräumen. Es komme zu Verzögerungen im Bodenmanagement, Grund seien die Arbeiten, die die Ruhrkohle AG momentan zur Vorbereitung der neuen Wasserhaltung vornimmt. Hier seien Absprachen und Termine nicht eingehalten worden, das verzögere nun alle weiteren Arbeiten, zeigte sich Reumke sichtlich verärgert. 

Komplettsperrung der Jahnstraße weiteres Thema

Die gute Nachricht: Es werden auch für die anstehenden Arbeiten keine Bodenanlieferungen nötig, es ist also nicht mit vermehrtem Baustellenverkehr zu rechnen. „Das geht erst wieder im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres los.“ Kritik gab es außerdem an der Komplettsperrung der Jahnstraße, die vielen Heilern weite Umwege beschert. „Das ist aber leider alternativlos, weil uneinsichtige Autofahrer sich nicht an die Regelungen gehalten haben und es zu mehreren gefährlichen Situationen gekommen ist“, verdeutlichte Reumke. 

Nachdem noch Termine im Ortsteil abgesprochen wurden und vonseiten der Vereinsvertreter noch Wünsche nach einer durchgehenden Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Westenhellweg und Parkplätzen am Heiler Friedhof geäußert worden waren, dankte Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen und das gezeigte Engagement.

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