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Vandalismus an Rünther Schule: Stadt sammelt Erfahrungen mit Sicherheitsdienst

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Von: Christoph Volkmer

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Die Ketteler-Schule in Rünthe ist einer der Orte, an denen die Stadt probeweise einen Sicherheitsdienst eingesetzt hat, um Vandalismus vorzubeugen. Ob das eine Dauerlösung wird, muss noch entschieden werden.
Die Ketteler-Schule in Rünthe ist einer der Orte, an denen die Stadt probeweise einen Sicherheitsdienst eingesetzt hat, um Vandalismus vorzubeugen. Ob das eine Dauerlösung wird, muss noch entschieden werden. © Menke

Treffpunkt Schule - das wird vielfach missverstanden: Abends auf dem Hof abhängen, trinken, Müll machen, etwas zerdeppern. Das traf auch die Ketteler-Schule, aber die Stadt Bergkamen hält dagegen.

Rünthe – Wenn sich am 31. Mai der Ausschuss für Schule, Sport und Weiterbildung zu seiner nächsten Sitzung trifft, wird es dabei in einem mündlichen Bericht um das Thema Vandalismus an den Bergkamener Schulen gehen. Dabei wird auch über die Freiherr-von-Ketteler-Grundschule in Rünthe berichtet, wo bekanntlich ein Sicherheitsdienst engagiert worden ist, der in der schulfreien Zeit nach dem Rechten sieht.

Zwei Kontrollen zur Probe

Nachdem es an der Schule wiederholt zu Vandalismus gekommen war, hatte sich die Stadt zu diesem Vorgehen entschlossen. An zwei Wochenenden ist der private Dienst im Auftrag der Stadt bisher an der Grundschule im Einsatz gewesen. Die erste Kontrolle erfolgte in den Abendstunden am ersten April-Wochenende, die zweite Überprüfung wurde an einem Wochenende in den Osterferien vorgenommen.

Verbotenes Gelage

Das Ergebnis wies durchaus Parallelen auf, denn bei den Einsätzen, die freitags und samstags stattgefunden haben, seien in Summe rund 20 Personen vorgefunden worden, die überwiegend mit elektrischen Rollern angereist waren, um dort Alkohol zu konsumieren.

Platzverweis erteilt

„Die sind dann per Platzverweis vom Gelände verwiesen worden“, so Schulamtsleiter Andreas Kray. Denn die erwachsenen Gäste seien eindeutig schon seit vielen Jahren aus dem Grundschulalter herausgewachsen. Von der Straße aus einsehbar sind die unerwünschten Treffen meist nicht, denn laut finden die Treppen vorwiegend unter dem Dach der offenen Pausenhalle statt.

Spielende Kinder willkommen

„Wenn nachmittags um 17 Uhr noch mal ein paar Kinder kommen, die auch auf die Schule gehen, und dort noch einmal Tischtennis spielen möchten, spricht da überhaupt nichts gegen. Aber den 20-Jährigen, der da um 21 Uhr noch mit einem Bier sitzt und möglicherweise Blödsinn macht, wollen wir da nicht“, so Kray.

Ausschuss berät Konsequenzen

Nach dem diesjährigen Rosenmontag fanden sich auf dem Schulhof etliche zerstörte Glasflaschen, die mühevoll entfernt werden mussten. Welches Fazit aus den bisherigen Überprüfungen gezogen wird, stand zum Zeitpunkt des Gesprächs mit der Redaktion noch nicht fest. Bei dem Bericht von Kray vor dem Fachausschuss am 31. Mai wird es auch um andere Schulen gehen. „Da muss man nur mal eine Runde machen und sieht da viele Spuren von Vandalismus“, so der Leiter des Amtes für Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport.

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