Bergkamener vor Gericht

Axt unterm Sofa: Dealer mit Drogenbunker muss ins Gefängnis

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50 Gramm Marihuana verkaufte der Bergkamener an einen Polizisten. (Symbolbild)

Bergkamen/Dortmund - Erst verkaufte er Drogen an einen Polizisten, dann machte die Polizei in seinem Versteck eine seltsame Entdeckung. Nun muss der 27-Jähriger aus Bergkamen für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Diese Strafe fällte jetzt das Dortmunder Landgericht. Dem beträchtlich vorbestraften Türken droht neben dieser Haftstrafe außerdem der Widerruf einer mehrmonatigen Bewährungsstrafe, die er dann ebenfalls hinter Gittern ableisten müsste.

Marihuana an Polizisten verkauft

Der 27-jährige berufslose Mann war ins Visier der Drogenfahnder geraten, nachdem er im August vergangenen Jahres einem verdeckten Ermittler der Polizei rund 50 Gramm Marihuana für 325 Euro verkauft hatte. 

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Türke rund 1,78 Kilo Marihuana bei einem Bekannten in dessen Weddinghofener Wohnung zwischen gelagert hatte. 

Razzia in der "Bunkerwohnung"

Bei einer Razzia in dieser „Bunkerwohnung“ wurden unter einem Sofa ein Einhandmesser und eine Axt gefunden. Der Wohnungsinhaber konnte aber überzeugend darlegen, dass diese Gegenstände nichts mit den bei ihm versteckten Drogen zu tun hatten. 

Mehr Details zum Drogenbunker

Das Gericht verurteilte den Dealer daher auch nicht wegen bewaffneten Drogenhandels – in diesem Fall hätte dem Angeklagten eine Mindeststrafe von fünf Jahren gedroht. 

In einem eigenen Verfahren war der Weddinghofener wegen des Versteckens des Marihuanas in seiner Wohnung zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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