40.000 Euro Schaden

Rücksichtslose Rowdy-Fahrerin aus Hamm wird nach Zerstörungstour gegen Pkw geschleudert 

Autobahnpolizei
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Auch an der Auffahrt zur A1 fuhr die Fahrerin rücksichtslos.

[Update] Sie war laut Polizei weder auf Drogen noch betrunken. Umso unklarer, warum eine 24-Jährige aus Hamm rücksichtslos durch den Kreis Unna bretterte und nicht nur sich und ihren Beifahrer gefährdete, sondern noch viele weitere Verkehrsteilnehmer.

Bergkamen - Die 24-jährige Autofahrerin aus Hamm verstieß am Dienstagnachmittag nicht nur einmal gegen die Verkehrsordnung: Sie bretterte über Rot, überholte rücksichtslos über die Gegenfahrbahn und demolierte mehrere Autos - und zwar nicht nur auf den Schnellstraßen im Kreis Unna, sondern auch auf der Autobahn-Auffahrt zur A1.

Am Ende der Zerstörungstour durch Werne und Bergkamen waren sie und ihr 27-jähriger Beifahrer aus Lünen leicht verletzt - und vier Autos nahmen Schaden. Auf insgesamt 40.000 Euro schätzt die Polizei den entstandenen Sachschaden.

Update, 2. Juli 2020: Auch bei der Gerichtsverhandlung nach dem Massenunfall wurde es kurios. Die junge Frau musste sich vor dem Amtsgericht Kamen für den Unfall verantworten, doch plötzlich stand das Thema Corona bedrohlich im Raum.

Alles zum Massenunfall: So lief die Tour ab

Nach Zeugenaussagen überholte die 24-Jährige, die auf dem Ostenhellweg aus Richtung Hamm kommend unterwegs war, mehrere an der Ampel an der Kreuzung Werner Straße haltende Fahrzeuge über die Gegenfahrbahn und beschädigte dabei den PKW eines 53-jährigen Bergkameners. 

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Anschließend fuhr sie bei Rot in den Kreuzungsbereich und kollidierte mit einem von links kommenden PKW eines 52-jährigen Werners. Durch den Aufprall wurden dann beide Fahrzeuge noch gegen einen auf der Werner Straße aus Richtung Werne kommenden, bei Rot haltenden PKW eines 63-jährigen Werners geschleudert.

Weitere Zeugen hatten schon in Höhe der Autobahnauffahrt zur A 1 ein ähnliches Fahrverhalten gesehen. Auch hier soll die Frau bereits an der dortigen Ampel haltende Fahrzeuge überholt haben, indem sie über Sperrflächen und die Gegenfahrbahn fuhr. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt oder geschädigt.

Fahrerin weder betrunken noch auf Drogen

Die Fahrerin und ihr Beifahrer verletzten sich bei dem Verkehrsunfall leicht. Die Frau wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, sagt die Polizei.

Die 24 Jährige äußerte sich bisher nicht zum Unfallhergang, stellt die Polizei klar. Ihr Führerschein wurde von den Beamten sichergestellt. Polizeisprecherin Vera Howanietz machte deutlich, dass die Polizei nicht annimmt, dass die Fahrerin auf Drogen war oder vorher getrunken hatte. Umso unglaublicher bleibt das rücksichtlose Verhalten, das viele Verkehrsteilnehmer gefährdete.

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