Schlechte Zahlen bei der Unfallentwicklung für Bergkamen

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Kinder fahren Fahrrad - und das ist oft gefährlich.

Bergkamen – In der jetzt vorgestellten Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2018 zeigt Bergkamen entgegen dem kreisweiten positiven Trend eine negative Unfallentwicklung. Landrat Miachel Makiolla, Stefan Werning, Leiter der Direktion Verkehr in der Kreispolizeibehörde, und Polizeidirektor Peter Schwab hatten gestern für Bergkamen wenig Gutes zu berichten.

Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg um zwei Prozent auf 399, die Zahl der verunglückten Personen von 123 sogar um über 30 Prozent auf 164. Immerhin gab es 2018 anders als in 2017 keinen Verkehrstoten zu beklagen. Unfallschwerpunkt ist weiterhin die Kreuzung Lünener Straße/Buckenstraße/Am Langen Kamp. Wie im ganzen Kreisgebiet ist auch in Bergkamen das Thema „Unfallflucht“ präsent. Insgesamt kam es zu sieben Unfallfluchten bei Unfällen mit Personenschaden. Doch man sollte auf der Hut sein. In Bergkamen konnte die Polizei alle diese Fälle aufklären und die Verursacher zur Verantwortung ziehen.

6 Kinder mit dem Fahrrad in Bergkamen verunglückt 

Ebenfalls im kreisweiten Trend: Unfälle mit Kindern haben auch in Bergkamen zugenommen. Mit dem Fahrrad verunglückten 2018 in Bergkamen sechs Kinder, zwei mehr als noch 2017. Auch als Fußgänger wurden 2018 sechs Kinder verletzt, das sind sogar vier mehr als noch 2017. „Der Anstieg der Unfallzahlen gerade bei den Kindern macht uns große Sorgen“, erläutert Stefan Werning, „daher werden wir eine Arbeitsgruppe gründen, um gemeinsam zum Beispiel mit den Schulen zu beraten, wie wir die Kinder besser im Verkehr schützen können.“ Im Fokus stehen dabei auch die Eltern, die beim Thema Verkehrserziehung mit ins Boot geholt werden sollen. „Und da ist natürlich auch das Thema der Elterntaxis vor den Schulen, die sich oft regelwidrig verhalten und kein gutes Vorbild sind“, ergänzt Polizeidirektor Peter Schwab.

Nicht nur an Schulen, aber auch dort will man in 2019 mit verstärkten Kontrollmaßnahmen gegen den Negativtrend angehen. „Das heißt nicht unbedingt, dass wir mehr groß angelegte Kontrollen durchführen, aber unsere Beamten werden im normalen Einsatz- und Streifendienst sensibler auf Verstöße reagieren“, so Stefan Werning.

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