Umstrukturierung bei Bayer: Folgen für Standort Bergkamen unklar 

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Das Bayer-Werk in Bergkamen.

Bergkamen - Als Bayer am Donnerstag mit Umstrukturierungsplänen in die Schlagzeilen kam, wurden auch in Bergkamen viele hellhörig. Schließlich ist Bayer mit seinem hiesigen Standort der größte und wichtigste Arbeitgeber in der Stadt. 

Seit Donnerstag ist bekannt, dass Bayer weltweit im Zuge der Effizienz- und Strukturmaßnahmen rund 12 000 der insgesamt 118 200 Arbeitsplätze abbauen will, und somit mehr als zehn Prozent. In einer Pressemitteilung sagt Bayer selbst, dass „ein signifikanter Teil davon in Deutschland“ liege, auch wenn hierzulande bis Ende 2025 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden soll. 

"Noch völlig unklar"

Inwieweit der Standort Bergkamen dabei überhaupt in den Fokus gerät, ist noch völlig unklar. In Bergkamen produziert Bayer in erster Linie Kontrastmittel und Hormone. Zwei Bereiche, die in der Bayer-Veröffentlichung keine konkrete Erwähnung finden. Dort wird nur von der Trennung von der Geschäftseinheit Animal Health, vom Verkauf der Consumer-Health-Marken Coppertone™ und Dr. Scholl’s™ sowie der geplanten Veräußerung des 60-prozentigen Anteils am deutschen Standortdienstleister Currenta gesprochen. 

„Das sind klare Portfolio-Maßnahmen“, ordnet Henning Meyer, Unternehmenssprecher von Bayer in Leverkusen, ein. Wesentlich ungenauer ist hingegen die Äußerung über Struktur- und Effizienzmaßnahmen. „Was das bedeutet, ist noch völlig unklar“, so Meyer. Zu einzelnen Standorten könne man derzeit daher noch gar nichts sagen. „Das wird auch noch seine Zeit brauchen.“ 

"Maßnahmen fair und verantwortungsvoll umsetzten"

Peu á peu werde sich das aber in einem transparenten Prozess ergeben, in dem die Mitarbeiter mitgenommen und zeitnah informiert würden. „Wir sind uns der Tragweite der Entscheidungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst und werden die geplanten Maßnahmen – wie in der Vergangenheit – fair und verantwortungsvoll umsetzen“, wird Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, in der Pressemitteilung zitiert. 

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