Turbulente Szenen bei der Volksbühne

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An Geld zu kommen, kann ganz einfach sein. Zumindest denken das die beiden Ganoven im neuesten Stück der Volksbühne 20. Am Samstag war Premiere. ▪

BERGKAMEN ▪ Für die Finanzkrise hat der Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden ein ganz eigenes Rezept entwickelt: „Ätsch, jetzt gründen wir ´ne Bank“. So heißt das neue Stück, das am vergangenen Samstag im Gemeindesaal der Martin-Luther-Kirche seine umjubelte Premiere feierte.

Wie immer, wenn die Theaterfreunde ihre Kunst auf die Bühne bringen, war die Vorstellung bis auf den letzten Platz ausverkauft. Ein überwältigender Erfolg für das Ensemble unter der Regie von Spielleiter Rainer Achsnich.

Drei Akte umfasste die Komödie von Hans Schimmel über Adi (Rainer Achsnich) und Kurt (Frank Jahnke), zwei liebenswürdige, aber nicht besonders helle Kleinganoven, die mit ihren Betrügereien und Einbrüchen nie auf einen grünen Zweig gekommen sind.

Auch der neuste Coup scheitert mal wieder an Unvorhergesehenem: Die Bankfiliale, die sie ausnehmen wollen, um in ein sorgenfreies Leben starten zu können, ist bereits seit Monaten geschlossen.

Just in dem Moment, als sie eingezogenen Hauptes den Ort des Nicht-Verbrechens wieder verlassen wollen, taucht die resolute Oma Grieße (Gunhild Dahn) auf, erfreut zu sehen, dass die Bank vermeintlich wiedereröffnet wurde. Sie hält die beiden Gauner nicht nur für Bankbeamte, sie drückt ihnen auch ihr ganzes Erspartes zur sicheren Aufbewahrung in die Hand.

Dass Geld verdienen so leicht ist, hätten die beiden Ganoven dann auch nicht gedacht, und prompt kommt ihnen eine clevere Idee: Sie gründen ihre eigene Bank. Doch damit fangen die Turbulenzen erst richtig an.

„Ein Angriff auf die Tränendrüsen im positiven Sinne“, so umschrieb Pressewart Dieter Kress die Aufführung.

Die durchweg begeisterten Zuschauer konnten dem nur zustimmen. Am Ende des Abends wurden alle Akteure auf der Bühne enthusiastisch bejubelt.

Ganz klar, dass bei diesem Erfolg ein Nachschlag garantiert ist. Am 29. und am 30. Oktober können die Abenteuer von Adi und Kurt weitere Male im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche gefeiert werden.

„Hierfür gibt es auch noch einige wenige Karten“, berichtete Kress. Wer also dabei sein möchte, sollte nicht mehr lange zögern, sondern sich schnell bei Gunhild Dahn die Tickets unter Tel. 02306/80683 sichern. ▪ ssc

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