„Tropical Turn Quartett“ spielt im Römerpark

„Wir waren schon auf Entzug“ – Publikum genießt Picknick-Konzert

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Spannende Musik bei entspannter Atmosphäre: Das „Tropical Turn Quartett“ unterhielt knapp 100 Zuhörer.

Bergkamen – Eigentlich ist ein Konzert nichts Ungewöhnliches. Außer eben, das Konzert fällt mitten in die Pandemie-Zeit. So wie der Auftritt des „Tropical Turn Quartetts“ Die Gruppe spielte am Freitagabend im Römerpark und zauberte allein schon durch seine Anwesenheit ein Lächeln in viele Gesichter.

„Seit langer Zeit ein toller Abend. Wir waren schon auf Entzug“, sagte Britta Wüstefeld. Livemusik sei ein fester Bestandteil ihres Lebens. Keine Frage, dass sie bei dem Auftritt dabei sein wollte.

100 Zuhörer erlaubt

„Außerdem muss man so etwas unterstützen, wenn es angeboten wird“, fand ihr Begleiter Michael Barth. Wie die anderen Besucher – 100 waren erlaubt und auch fast da – hatten die beiden es sich auf einer mitgebrachten Decke im Gras gemütlich gemacht. In eigens dafür mit Neonfarbe aufgesprühten einzelnen Bereichen. Der nötige Sicherheitsabstand war so problemlos einzuhalten. Die Laune schmälerte der Abstand nicht, weder beim Publikum noch bei der Band. „Es ist ein etwas ungewöhnlicher Anblick, aber er hat seine ganz eigene Qualität“, fand Bassist Uli Bär. Wie seine Mitstreiter – Gitarrist und Komponist vieler Titel Burkhard Wolters, Trompeter Dmitrij Telmanov und Schlagzeuger Benny Mokross – freute er sich, wieder vor Publikum spielen zu dürfen.

Die Combo legte dementsprechend fröhlich los. Es ging Schlag auf Schlag, die mal verspielten, mal träumerischen Melodien machten es leicht, sich an einen fernen Strand zu denken, ein Cocktailglas in der Hand, während die Wellen sanft an den Strand rauschen.

„Auftakt für die kommenden Monate“

Locker und entspannt folgten Samba auf Rumba. Trompete und Gitarre verstrickten sich auf dem Rhythmusteppich von Bass und Schlagzeug in spannende Dialoge. Immer wieder belohnten die gut gelaunten Zuhörer die Musiker mit Zwischenapplaus nach ihren sicher gespielten Soli.

Geht es nach Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, ist der gelungene Abend nur der Auftakt für die kommenden Monate. „Die Idee ist, auf den Römerpark als Spielort aufmerksam zu machen“, sagte sie. Nicht nur die Stadt könne dort Konzerte organisieren. „Auch Bergkamener Musiker können ihre Instrumente dort auspacken und unter den bekannten Sicherheitsauflagen dort spielen.“ Den Auftakt dazu nutzte das Quartett gekonnt. Selbst die Ernsthaftigkeit von Corona trat in den Hintergrund, auch wenn Wolters in seinen Moderationen immer wieder darauf abspielte, dass noch keine Normalität herrsche.

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