Genauere Prüfung steht noch aus

Möglicher Stammzellenspender für todkranke Christiane aus Bergkamen

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Ein Bild aus besseren Tagen. Tochter Jacqueline steht mit der Familie Mutter Christiane Stützer bei und berichtet, wie sie dem Blutkrebs trotzt.

Bergkamen - Hoffnungsschimmer in der DKMS-Aktion für Christiane Stützer: Es könnte einen Stammzellenspender geben.

Die Hoffnung auf eine lebensrettende Stammzellenspende ist für die an Blutkrebs erkrankte Bergkamenerin Christiane Stützer konkreter geworden. Es besteht Aussicht auf eine Stammzellenübertragung, da jemand gefunden ist, der nach den ersten Bewertungen dafür in Frage kommt. Das teilte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) unter Berufung auf die Tochter mit. 

Im Ulmer Zentralregister laufen Fäden zusammen

Die DKMS hat unter dem Slogan „Christiane braucht dich“ eine Kampagne zur Registrierung von Stammzellenspendern gestartet. Die Organisation sei Vermittlerin, erfahre aus Datenschutzgründen aber nicht direkt, ob ein genetischer Zwilling entdeckt worden sei, erläuterte Olesia Schweizer von der DKMS. Die Kommunikation laufe oft über Angehörige. Der Abgleich der genetischen Eigenschaften erfolge über das Zentrale Knochenmarkspender-Register für Deutschland (ZKRD) in Ulm. Dort frage auch das behandelnde Klinikum an. Das ZKRD greife bei der Suche dann auf Daten der DKMS und anderer Akteure auf dem Gebiet zu. Die internationale Vernetzung erweitere den Radius außerdem.

Treffer in der Datenbank keine sichere Spende

Ein erster Treffer in der Datenbank bedeute noch keine gesicherte Spende, so Schweizer. Die genetischen Merkmale müssten in weiteren Untersuchungen genauer verglichen werden; möglich, dass es am Ende doch nicht passt. Auch komme es vor, dass Registrierte es sich anders überlegten. Bei Christiane Stützer komme es darauf ein, dass sie in geeigneter Verfassung sei, ihre Stammzellen, die für den Schutz des Körpers zuständigen weißen Blutkörperchen also, durch fremde zu ersetzen. Dazu muss ihr Immunsystem herabgesetzt werden. 

Isolation zum Infektionsschutz starke Belastung

Wie ihre Tochter Jacqueline per E-Mail berichtet, hat Christiane Stützer gerade hart zu kämpfen: Mit der Therapie und deren Nebenwirkungen und der weitgehenden Isolation. Denn mit ihrem erhöhten Infektionsrisiko muss die Patientin abgeschirmt werden, durch das Coronavirus erst recht. Unter den Einschränkungen sei auch ungewiss, ob die Spende erfolgen kann. „Christiane durchlebt zurzeit, eine Zeit voller Schmerzen, Trauer und Einsamkeit. Tägliche Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Angst haben ihre letzten acht Wochen im Krankenhaus geprägt und bisher gibt es leider noch keine Aussicht auf Besserungen“, so Jacqueline. „Lediglich ein paar Ausnahmen erlauben einen kurzen Kontakt mit einer Bezugsperson, doch die meiste Zeit ist sie mit ihren Ängsten und Sorgen alleine.“ Es gebe Hoffnung, dass ihr Zustand sich zum Ende der Woche bessere.

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