THW-Helfer bereiten sich auf Katastrophenfälle vor

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Vor dem neuen Mehrlastenfahrzeug: Vier der Bergkamener Grundausbildungsteilnehmer, v.l.n.r., Aaron Parzyjegla, Ortsbeauftragter Uwe Hartreif, Tobias Reich, Tom Koopmann, Timo Bräutigam, Ausbilder Phlipp Meyer.

Bergkamen - Die Schulbank drücken zurzeit wieder rund dreizehn THW-Mitglieder aus dem gesamten Kreis Unna im Schulungsraum der THW-Ortgruppe Kamen/Bergkamen an der Werner Straße. Bis zum Juni des nächsten Jahres absolvieren sie hier an 15 Abenden mit insgesamt 90 Unterrichtsstunden die THW-Grundausbildung.

„Die Grundausbildung ist so etwas wie die Einstiegsvoraussetzung für alle, die beim Technischen Hilfswerk mitmachen wollen“, erzählt Ausbilder Michael Wolfram. Denn obwohl die Palette der Möglichkeiten der THW-Arbeit später schier unbegrenzt sei, gehe es hier erst einmal um die Grundlagen. Am Mittwochabend stand daher für die angehenden THW-Helfer und Helferinnen zuallererst die Theorie auf dem Schulungsprogramm, wie die Organisation der Gefahrenabwehr in Bund und Ländern und ebenso auch die rechtlichen Grundlagen für die zumeist ehrenamtlichen THW-Helfer. 

Mit Werkzeugen vertraut machen

Nicht minder wichtig sind natürlich auch die Einsatzgrundlagen: Wer sind die Führungskräfte und wofür sind diese zuständig. Daneben werden die angehenden THW’ler später mit den speziellen Werkzeugen und Gerätschaften vertraut gemacht. Unter dem Ausbildungspunkt „Stiche und Bunde“ geht es sogar um die richtigen Knoten in einem Seil und wie man sie schnell wieder lösen kann. Beim nächsten Schulungsabend steht aber ein ganz wichtiges Thema auf dem Programm, denn unter der Abkürzung „CBRN“ verbirgt sich nämlich das große Feld der chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren, früher auch ABC-Gefahren genannt. 

Erste Hilfe ist ein Schwerpunkt

Ein besonderer Schwerpunkt wird bei der Ausbildung natürlich der Ersten Hilfe gewidmet, denn wenn die Helfer später im Einsatz auf verletzte Menschen treffen, sind diese natürlich zuallererst zu versorgen, bevor man sich dann um die eingestürzten Häuser oder ähnliches kümmern kann. Ganze zwei Übungsabende sind daher dem Retten und Bergen von Verletzten gewidmet. Da es nicht selten vorkommt, dass die THW-Helfer sogar nachts zu den Einsätzen ausrücken müssen, ist natürlich auch das richtige Ausleuchten der Einsatzstellen von großer Bedeutung und Teil der Grundausbildung. Und da die Katastrophen und Unglücke schlichtweg unplanbar sind, so müssen sich auch die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes schnell auf alle Situationen einstellen können. Die Lehrgangsteilnehmer lernen daher auch, wie man mit Gesteinen und Metallen umzugehen hat. 

Arbeiten im Wasser

Weitere Ausbildungsschwerpunkte sind das Arbeiten in und am Wasser, das Bewegen von Lasten und auch die richtige Benutzung des Sprechfunks. Wer sich für die spannende Arbeit beim THW interessiert, hat die Möglichkeit, bis zum Jahresende noch in den laufenden Ausbildungskurs einzusteigen. Jeden Mittwoch stehen die THW’ler ab 18 Uhr auf dem THW-Gelände an der Werner Straße 6 oder unter 02307/10511 für Fragen zur Verfügung.

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