Politik muss über Fortsetzung entscheiden

1-2-3 Bergkamen: Verwaltung sieht Konzept der schnellen Truppe bestätigt

Das Bild zum Start im Juni 2020. Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters (l.) und Bauhofleiter Stephan Polplatz mit dem Team 1-2-3 Bergkamen.
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Das Bild zum Start im Juni 2020. Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters (l.) und Bauhofleiter Stephan Polplatz mit dem Team 1-2-3 Bergkamen.

Ist eine saubere Sache mit dem schnellen Eingreiftrupp für schangelige Ecken in Bergkamen. So sieht‘s jedenfalls die Verwaltung und hofft aufs Okay für die Fortsetzung.

Bergkamen – Die Stadt stellt dem „1-2-3-Team“ des Baubetriebshofs ein überaus positives Zeugnis aus. Den eigenen Zahlen nach wurden Hinweisen auf verwilderte oder verschmutzte Grünbereiche in neun von zehn Fällen binnen zwei Tagen nachgegangen. „Eine stolze Bilanz“, lobte Baudezernent Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters im Ausschuss für Bauen und Verkehr.

Das Meiste nach zwei Tagen erledigt

Der schnelle Eingreiftrupp mit drei eigens abgestellten Kräften war Mitte vergangenen Jahres eingerichtet worden, um zügig auf Beschwerden unter anderem von Bürgern reagieren zu können. Binnen des ersten Tages gelang dies in 28 Prozent der Fälle, nach zwei Tagen waren weitere 64 Prozent abgearbeitet. Nur bei acht Prozent der Fälle dauerte es länger. Einige wenige Beschwerden konnten zum Beispiel aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht abschließend bearbeitet werden.

Neuer Schwerpunkt Stadtbildpflege

Das Grünpflege-Eingreifteam ist Kernstück und Aushängeschild des Projekts „Stadtbildpflege“. Damit will die Stadt – unabhängig von Zuständigkeiten – für mehr Sauberkeit auf den Straßen und den Plätzen sorgen. „Das kommt bei den Bürgern gut an“, wusste Monika Wernau (SPD) in der Ausschusssitzung zu berichten.

Verwaltung möchte weiter machen

Auf sieben Din-A4-Seiten zieht die Stadt Bilanz zu den Maßnahmen, in die auch der Entsorgungsbetrieb Bergkamen (EBB) eingebunden ist. Fazit: „Die Verwaltung sieht das Projekt Stadtbildpflege uneingeschränkt positiv und schlägt daher vor, dieses vollumfänglich weiterzuführen.“ Sehe man von kleineren Mängeln ab, die teilweise der Pandemie-Situation geschuldet seien, habe sich das Stadtbild deutlich verbessert.

429.000 Euro mehr im Etat nötig

Im Rahmen der im November geplanten Beratungen zum Stellenplan wird sich die Politik entscheiden müssen, ob sie das bis dato befristete Projekt weiterhin unterstützt. Die Verwaltung plädiert für eine „dauerhafte Schaffung und Besetzung“ der aktuell fünf zusätzlichen Stellen im Bereich des Baubetriebshofes. Zwei dieser Stellen würden von dort zum EBB verlagert, der sich insbesondere auch um die Entsorgung von Abfällen kümmert. Kosten fürs Extra-Personal sowie alle weiteren Extra-Maßnahmen: 429 000 Euro allein im kommenden Jahr.

Nach Zuständigkeit wird nicht gefragt

Die Stadt kümmert sich nun teils auch um die Pflege von Kreisverkehren, die dem Kreis Unna oder dem Land gehören. „Die grundsätzliche Zustimmung der originär zuständigen Straßenbaulastträger konnte erreicht werden“, heißt es dazu. Eine Kostenübernahme beziehungsweise -beteiligung habe indes nicht erreicht werden können.

80 neue Bäume gepflanzt

Weitere Maßnahmen im Zuge des Projekts waren bis dato die naturnahe Umgestaltung von öffentlichen Flächen in Stadteingangssituationen, das Pflanzen von rund 80 neuen Bäumen sowie das Beseitigen von „wildem Müll“ auch von nichtstädtischen öffentlichen Flächen. Dabei kamen bewusst emissionsärmere, weil akkubetriebene Geräte zum Einsatz.

„Die da oben“ sollen öfter mähen

Noch „Luft nach oben“ gibt es laut Stadtverwaltung bei der Absprache mit den anderen Baulastträgern, wenn es beispielsweise um die Mahd der Bankette an überörtlichen Straßen geht. Nach hiesiger Vorstellung und Regelung sollte dreimal im Jahr entlang des Asphalts gemäht werden, an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen ist dies aber üblicherweise nur zweimal der Fall.

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