Aufrüstung in Rünthe dient nur A1 und Bahnstrecke

Mobilfunk mit 5G in Bergkamen - nur Rünthe weiter ein weißer Fleck auf der Landkarte der Telekom

Technik von gestern: Ein Mobilfunkmast mit 3-G-Antennen. 5 G soll Standard sein - aber das Netz hat Lücken.
+
Technik von gestern: Ein Mobilfunkmast mit 3-G-Antennen. 5 G soll Standard sein - aber das Netz hat Lücken.

Die Telekom hat in Rünthe 5-G-Technik aufgerüstet. Schön für Autofahrer auf der A1 und den Bahnverkehr. Die Bewohner haben wenig davon:

Rünthe – Der Mobilfunk ist auf dem Sprung in die fünfte Generation – und die Telekom baut auch im Kreis Unna die Kapazität dazu weiter aus. So ist nun in Rünthe ein neuer Standort für die 5G-Technologie in Betrieb gegangen. Außerdem sind im Kreis in Lünen, Selm, Kamen und Schwerte neue Standorte geschaffen beziehungsweise so wie in Rünthe bestehende mit 5G erweitert worden. Die beiden Letzteren sollen dabei auch die Versorgung entlang der Autobahn/Bahnstrecke optimieren. Wo genau die Sender aufgestellt sind, sagt die Telekom aus Datenschutzgründe nicht.

Der neue Mast versorgt die Siedlung nicht

„Durch den Ausbau verbessert sich die Mobilfunk-Abdeckung im Kreis. Insgesamt steht damit mehr Bandbreite zur Verfügung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Telekommunikationsunternehmens dazu. Doch gerade was Rünthe angeht, lässt die 5G-Versorgung zu wünschen übrig. Während die Technologie auf Bergkamener Gebiet laut der Karte mit der Netzabdeckung unter www.telekom.de/netzausbau mit wenigen Ausnahmen vorhanden ist, zeigt sich über Rünthe ein großer weißer Fleck, an dem auch der neue Standort, wenig ändert.

Kein Fahrplan für den Ausbau im Ortsteil

Laut Unternehmenssprecher George-Stephen McKinney könne nichts dazu mitgeteilt werden, wann dieses Loch gestopft wird. Als einem der Erwerber der 5G-Lizenzen hat die Bundesnetzagentur der Telekom aber aufgetragen, bis 2025 eine flächendeckende Abdeckung sicherzustellen. Bis 2022 sollen dazu zu den bisherigen 141 5G-Standorten im Kreis 32 neue sowie 16 Erweiterungen mit LTE und 5G hinzukommen. Einen genauen Fahrplan für das Wann und das Wo gebe es nicht, erläutert McKinney mit Blick auf die deutschlandweit 1500 neuen Mobilfunkstandorte pro Jahr und über 10 000 Kapazitätsvergrößungen. Teilweise sucht die Telekom auch im Kreis Unna noch „funktechnisch geeignete“ Standorte, so McKinney. „Wer eine Fläche für einen Dach- oder Mast-Standort vermieten möchte, kann sich an das Tochterunternehmen Deutsche Funkturm (www.dfmg.de) wenden“, heißt es. Die Anmeldung ginge schnell und sei ganz unkompliziert, betont der Sprecher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare