In Stretch-Limo zur Zeugnisvergabe: Abiturienten an der Gesamtschule feiern mit Drive-in

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Die Willy-Brandt-Gesamtschule hat am Donnerstag eine Drive-in-Zeugnisverleihung ausgerichtet. Marcel und Patricia kamen zur Abholung mit einer Stretch-Limousine.

Bergkamen – Lernen mit Maske, verschobene Prüfungen, Ausfall der Mottowoche und nicht einmal ein Abiball: Die Corona-Krise hat die Abiturienten hart getroffen. Damit die Schüler nicht ganz ohne Verabschiedung von der Schule gehen müssen, sollte zumindest die Zeugnisvergabe etwas Besonderes sein. Die Willy-Brandt-Gesamtschule hat daher am Donnerstag eine Drive-in-Zeugnisverleihung ausgerichtet.

Ein Hauch von Hollywood in der Nordbergstadt: Gestern am späten Nachmittag rollten in vier Staffeln die insgesamt gut 60 Abiturienten mit einem Auto vor, um ihre Zeugnisse abzuholen. Für feierliches Flair bei hochsommerlichen Temperaturen sorgte im Gebäude der Gang über einen roten Teppich, an dem etliche Fachlehrer ihre nun ehemaligen Schüler mit Applaus begrüßten. 

Zusätzlichen Glanz verströmten dabei die eigentlich für den Abiturball vorhergesehenen Outfits der jungen Erwachsenen und einige besondere Fahrzeuge wie einer Stretch-Limousine, in denen sich die Schüler, überwiegend von ihren Eltern begleitet, vorfahren ließen. 

Abiturfeier mit Drive-In an der Gesamtschule in Bergkamen

In der Halle des Eingangsbereichs angekommen, erhielten die von der Schulleitung und den Leistungskurslehrern in Empfang genommenen Abiturienten dann ihre Zeugnisse. Zeit für große Reden und Lobbekundungen gab es nicht, denn wie im richtigen Leben am Drive-in-Schalter sollte es nach Entgegennahme der Bestellung weitergehen, damit zügig der Nächste „bedient“ werden konnte. Maximal zwei Minuten dauerte so jede Entgegennahme, sodass vielen das extra von den Jahrgangs-Lehrern produzierte Video zum Queen-Song „Don’t Stop Me Now“ entging. 

Die Idee zur ungewöhnlichen Zeugnisverleihung hatte der Didaktischer Leiter Paul Seck. „Ich musste einen Moment überlegen, ob ich das gut finden soll, aber dann war uns schnell klar, dass es nicht viele Alternativen dazu gibt, denn wir wollten den Abiturienten auch ein lustiges und einmaliges Event anbieten“, so Ulf Hassel, Leiter der Abteilung 11-13. Auch Mathe-LK-Lehrer Patrick Koehne war anfangs skeptisch: „Als Alternativen wäre sonst nur ein Treffen in großen Räumlichkeiten oder unter freiem Himmel in Frage gekommen. Daher finde ich das Ergebnis ganz witzig, weil es schon etwas Besonderes und zudem individuell ist.“ 

Nach der Übergabe der Zeugnisse durften für das Erinnerungsfoto auch die Masken abgenommen werden.

Der 18-jährige Philip Kuhn war vom „Zeugnis zum Abholen“ durchaus angetan. „So kurzfristig, wie das jetzt erlaubt worden ist, wäre auch kaum etwas anderes möglich gewesen. Dafür, dass es so wenig Zeit zum Vorbereiten gab, haben die Lehrer da echt was daraus gemacht.“

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