Stilllegung ist fix, aber es rechnet sich gerade

Steag heizt das Heiler Kraftwerk vor Ende der Sommerpause noch einmal an

Blick über den Westenhellweg Richtung Heil. Rauch aus dem Kamin, Dampf aus dem Kühlturm - das war lange überm Kohlekraftwerk nicht zu sehen und ist bald Geschichte.
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Blick über den Westenhellweg Richtung Heil. Rauch aus dem Kamin, Dampf aus dem Kühlturm - das war lange überm Kohlekraftwerk nicht zu sehen und ist bald Geschichte.

Noch ist der Ofen nicht für immer kalt: Die Steag hat das Kraftwerk Heil vorzeitige aus der Sommerpause geholt und angeheizt:

Rünthe - Rauchsäule aus dem Kamin, dicke Dampfschwaden über dem Kühlturm – das war mal ein vertrauter Anblick in der Himmelsrichtung, die dem Westenhellweg in Rünthe seinen Vornamen verleiht. Aber er ist selten geworden, seit die Kohleverstromung erst unrentabel und dann ein Auslaufmodell wurde.

Ab Oktober 2022 keine Kohlefeuer

Das bedeutet für die einstige „Steckdose der Stadt Bergkamen“, das Steag-Kraftwerk in Heil, bekanntlich das Aus der Kohleverbrennung im Oktober kommenden Jahres. Dass sich just Montag vor blauem Himmel und kräftiger Spätsommersonne dort menschengemachten Wolken wieder imposant erhoben, ist gleichwohl unerwartet. Weil sich der Betrieb in lastarmen Monaten nicht mehr rechnet, hat der Steag-Konzern das Heiler Kraftwerk schon zum zweiten Mal zur saisonalen Stilllegung angemeldet. Von Anfang Mai bis Ende Oktober bleibt der Kessel dann kalt. Nun wurde aber Ende August die vorzeitige Rückholung bei den Behörden angezeigt und technisch vollzogen, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Die Brennstoffpreise und die Stromerlöse stünden wieder günstig zueinander – zumindest für gewisse Zeit.

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