Städtisches Gymnasium Bergkamen

Schüler kehren zurück, aber Unterricht ist „sehr, sehr personalintensiv“

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Im Städtischen Gymnasium Bergkamen werden nach und nach wieder alle Jahrgangsstufen unterrichtet.

Bergkamen – Nachdem die Q1-Schüler des Städtischen Gymnasiums bereits Mitte Mai wieder an ihre Schule zurückgekehrt sind, hat nun auch der Präsenzunterricht für die weniger priorisierten Jahrgänge begonnen. Allerdings in stark abgespeckter Form, wie Schulleiterin Bärbel Heidenreich erläutert.

Ziel sei es, dass nach Pfingsten trotz Pandemie jeder der rund 860 Schüler zumindest einmal in der Woche im Gebäude sei. Das heimische Online-Lernen nimmt also weiterhin einen großen Stellenwert ein.

„Das hat sehr gut geklappt“

Den Anfang machten in der vergangenen Woche die Fünfer, wobei jede Klasse zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus in drei Gruppen aufgeteilt wurde, die dann an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom jeweiligen Klassenlehrer unterrichtet wurden. „Das hat sehr gut geklappt“, berichtet Heidenreich – auch, weil sich jeder an den Grundsatz „Wer sich bewegt, trägt eine Maske“ gehalten habe.

In dieser Woche sind nun die Sechst- und Neuntklässler sowie die EF-Stufe an der Reihe, in zwei Wochen stoßen die Siebener- und Achter-Klassen dazu. „Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Eltern oder auch Schüler mehr Unterricht wünschen, aber das ist unter den Bestimmungen des Infektionsschutzes ganz einfach nicht möglich“, sagt Heidenreich. Wo früher vier Unterrichtsräume ausgereicht hätten, würden – wegen der aktuellen Abstandsregeln – derzeit zwölf benötigt.

Sechs Lehrer fehlen

„Ich glaube, wir haben einen guten Plan erstellt“, sagt Heidenreich. Schule in Zeiten von Corona sei gleichwohl eine „große Herausforderung“ und „sehr, sehr personalintensiv“. Dabei stehen dem Gymnasium von den rund 80 Lehrkräften in Teil- und Vollzeit (inklusive Referendare) derzeit sechs nicht zu Verfügung, weil sie einer Risikogruppe angehören. „Unterm Strich betrifft das zehn Prozent der Unterrichtszeit.“

Parallel zum Unterricht on- und offline läuft noch die Notbetreuung am „Städtischen“ – und Heidenreich hat noch immer die Hoffnung, dass die Schule einen angemessene Rahmen zur Zeugnisübergabe für die rund 130 Abiturienten findet. Bisher ist noch keine Lösung dafür gefunden. Was aber klar ist: Einen Einmarsch unter den Aida-Klängen des Sinfonieorchesters der Schule wird es nicht geben, denn dessen Aktivitäten ruhen zurzeit.

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