Eishalle hat eine Zukunft

Es geht weiter in der Bergkamener Eishalle: Der Rat der Stadt entschied gestern einstimmig, dass das Konzept des neuen Betreibers umgesetzt werden soll. - Archivfoto: Tatenhorst

Bergkamen - Die Zukunft der Eishalle ist gesichert: Zumindest für die nächsten fünf Jahre. Der Rat der Stadt Bergkamen entschied am Abend einstimmig, dass mit einem neuen Betreiber ein Nutzungsvertrag geschlossen werden soll, für die Dauer von fünf Jahren eine jährliche, finanzielle Unterstützung gewährt wird und dass die Stadtverwaltung die Eishalle wie bisher für Schulen und Vereine zu einem marktüblichen Preis anmietet.

„Das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, freute sich Ilona Pollmer, Vorsitzende des EC Bergkamener Bären, als sie am Ende der Ratssitzung die eigentliche Einwohnerfragestunde im Namen aller drei Bergkamener Eissportvereine zu einer Dankesrede nutzte. Die Zeiten jahrelanger Ungewissheit seien nun vorbei. „Wir sind dankbar. Der Tag heute ist grandios.“

Auch Bürgermeister Roland Schäfer kommentierte die einstimmige Entscheidung der Politiker erfreut: „Dieser Rat hier steht voll hinter diesem Projekt.“ Nun sei es an den Bürgern, die die Eishalle „künftig hoffentlich in großer Zahl nutzen werden.“ Denn unterm Strich müssen sich die Pläne rechnen.

In einer gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse hatte der neue Betreiber Dr. Martin Brodde sein Konzept vorgestellt (WA berichtete). „Wir waren überzeugt und freudig - fast hätte ich erregt gesagt“, schilderte Ausschussvorsitzender Rüdiger Weiß euphorisch, wie die Pläne bei den Fachausschüssen angekommen waren.

Auch im Rat bekräftigten die Parteien nochmals ihre Zustimmung für das Konzept und dankten Brodde für seinen Mut und sein Engagement. So mancher Scherz zwischen den Parteien zeigte, wie froh auch die Politiker waren, diese Entscheidung für die Eishalle fällen zu können.

„Er hat unsere Fraktion in unserer Sitzung überzeugt. Wir wünschen ihm Glück“, sagte Bernd Schäfer (SPD) und betonte, dass Bergkamen eben auch für Randsportarten eine Stadt des Sports sei. „Vielen Dank, dass Sie das Risiko auf sich nehmen“, dankte auch Thomas Heinzel (CDU). „Wir haben eine Perspektive für die nächsten fünf Jahre. Der Betreiber sieht auch eine darüber hinaus.“ Er betonte, dass es für seine Fraktion auch wichtig sei, dass es bei der GSW keinen Personal-Abbau gäbe, auch wenn Brodde mit seinem eigenen Team nach Bergkamen komme. „Die GSW-Mitarbeiter werden im Freizeitbereich weiter eingesetzt werden, Brodde kann unbedarft mit einem neuen Team arbeiten.“

„Mit unserem jährlichen Kostenzuschuss von bis zu 65 000 Euro über fünf Jahre zeigen wir den Menschen deutlich, dass uns etwas daran liegt, die Eishalle zu erhalten“, erläuterte Jochen Wehmann (Die Grünen), der vor allem die Attraktivität der Eishalle für die Jugend im Blick hatte.

Etwas selbstironisch meldete sich Werner Engelhardt von BergAuf zu Wort: „Wir befürworten ja eigentlich nicht den Weg der Privatisierung“, erklärte er, dass man es lieber gesehen hätte, wenn die Stadt selbst hinter diesen neuen Ideen gesteckt hätte. "Aber wir freuen uns über die Initiative von Herrn Brodde und fordern den Rat und die Verwaltung auf, alles zu tun, damit die Eishalle auch über die fünf Jahre hinaus bestehen bleibt.“ - tat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare