Die Stadt wird wieder besetzt

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Das Projekt "Bodies in Urban Space".

Bergkamen - Zweimal wurde die Stadt in den vergangenen Jahren von Künstlern mit ungewöhnlichen Aktionen beehrt, auch in diesem Jahr soll es in Bergkamen wieder eine Stadtbesetzung geben.

Zu diesem Ergebnis kam der Arbeitskreis Ausstellungen/Bildende Kunst des Kultursekretariats Gütersloh bei einer Sitzung im Stadtmuseum. „Die beteiligten Städte haben nach und nach von ihren Projekten im vergangenen Jahr berichtet und die Auswertung der Ergebnisse ergab, dass man das unbedingt weiterführen solle“, erklärte Bergkamens Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel. „Kunst im öffentlichen Raum ist schließlich eine spannende Sache.“ 

Bereits zwei Veranstaltungen

Das konnten die Bergkamener bereits zweimal erleben: Beim ersten Mal hatte es das Tanzprojekt auf dem Marktplatz gegeben sowie die „Asphaltbibliothek“ des „Brandstifters“, der weggeworfene Zettel in der Stadt aufgelesen und daraus in einem Schaukasten am Busbahnhof Collagen erstellt hatte. Im vergangenen Jahr hatte sich eine Gruppe junger und gelenkiger Menschen bei den „Bodys in Urban Space“ an den unterschiedlichsten Orten zwischen Nordberg und Rathaus zu menschlichen Figuren, Skulpturen oder anderen „Hinguckern“ positioniert. 

Richtige Erfolge 

„Das waren richtige Erfolge“, freut sich Simone Schmidt-Apel über die außergewöhnlichen Projekte. „Kunst im öffentlichen Raum ist die Kunst, die die Menschen erreicht. Die nimmt man im Vorbeigehen einfach auf.“ Ähnlich sahen es in der Cafeteria des Museums auch die anderen Arbeitskreis-Mitglieder, unter anderem aus Viersen oder Schmallenberg, und entschieden sich unter der Leitung von Dr. Josef Spiegel, Geschäftsführer der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen für eine Neuauflage des Projektes. Die soll unter dem Titel „Leerraum – Freiräume“ stehen und dabei nicht nur das Thema Leerstände im Blick haben. „Es geht auch um leere Kirchen, ungenutzte Räume, freie Flächen“, erklärt Schmidt-Apel.

Hilfe der Bevölkerung

Zunächst einmal muss jede Stadt für sich selbst abstecken, in welchen Rahmenbedingungen sie das Thema umsetzen kann und will. Simone Schmidt-Apel hofft dabei auch auf die Hilfe der Bevölkerung: „Jeder kann sich gerne bei uns melden und uns leere Räumen oder Freiflächen nennen, die für ihn etwas Besonderes sind oder die ihm spontan einfallen“, sagt Schmidt-Apel. „Es gibt ja schließlich auch Kunsthotels, etwas andere Kaufhäuser oder auch künstlerisches Recycling“, will sie im Moment Ideen aus allen Richtungen sammeln. Die Kooperation mit dem Kultursekratariat Gütersloh ist mit der am Donnerstag gefallenen Entscheidung für eine Neuauflage der Stadtbesetzung gefallen, nun müssen weitere Sponsoren und Fördergelder aufgetrieben werden. „Jede Stadt leistet jetzt erst mal ihre eigene Arbeit“, kommentiert Schmidt-Apel. „Wir kümmern uns aber nicht nur um eigene Ideen und die Künstleransprache, sondern auch um die finanziellen Aspekte“, erläutert sie.. Ein genauer Termin für die dritte Besetzung steht daher noch nicht fest. Er wird aber in jedem Fall in der zweiten Jahreshälfte liegen.

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