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Rünther Grundschule ist Teil des Modernisierungsprogramms

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Von: Christoph Volkmer

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Renovierungsarbeiten an der Freiherr-von-Ketteler-Schule in Bergkamen-Rünthe
Semir Hasic und seine Kollegen sind derzeit auch unter den Räumen der Freiherr-von-Ketteler-Schule im Einsatz. Als Ergebnis der Arbeiten soll es nach den Ferien in allen Räumen der Grundschule W-LAN geben. © Volkmer

Bahn frei für die Handwerker. Wenn die Schulen über den Sommer verwaist sind, übernehmen sie das Zepter. In diesen großen Ferien bringt die Stadt Bergkamen unter anderem die Digitalisierung voran. Wenn Rünthes Grundschüler im August wiederkommen, soll es in allen 19 Klassenräumen W-Lan geben.

Rünthe - Der vom Rat der Stadt Bergkamen in enger Abstimmung mit den Schulen beschlossene Medienentwicklungsplan wird nicht nur an der Freiherr-von-Ketteler-Schule, sondern ebenso an der Realschule in Oberaden weiter umgesetzt. „In beiden Schulen soll die Inhouseverkabelung erfolgen. Damit verfügt dann jeder Klassenraum über W-LAN und die nötigen LAN-Anschlüsse“, teilt Andreas Kray mit. Er hält als Leiter des Schulverwaltungsamtes die Fäden in der Hand. Die Kosten belaufen sich für die Grundschule auf rund 87 000 Euro und die Realschule auf 142 000 Euro.

An der Ketteler-Schule knien sich Netzwerktechniker Semir Hasic und seine Kollegen von der Telekommunikations Service GmbH (TKS) buchstäblich rein, damit es etwas wird mit dem World Wide Web. Es geht in gebeugter Arbeitshaltung durch den Kriechkeller, um die drei Trakte und die Turnhalle zu verbinden.

Unterirdische Verhältnisse

„Es muss eine Glasfaserverbindung zwischen allen bestehenden und den noch zu installierenden Netzwerkschränken hergestellt werden“, sagt der Bauleiter, der sich in „Katakomben“ der Bergkamener Schulen bereits bestens auskennt, schließlich ist das Unternehmen aus Mönchengladbach bereits an sieben weiteren Bergkamener Schulen und im Rathaus im Einsatz gewesen. „Manchmal gibt es recht schöne Kriechschächte, in denen man gut laufen kann, manchmal aber gibt es auch nur ein Loch, in das eigentlich keiner reingehen möchte“, sagt der 32-Jährige.

In der weit verzweigten Schule in Rünthe ist es an manchen Ecken schon recht eng. Fast ideal sind dagegen schon die unterirdischen Verhältnisse in der Realschule, in der parallel gearbeitet wird. „Die ist komplett unterkellert, da kann man immerhin gebückt laufen“, beschreibt Hasic die dortigen Gegebenheiten unter der zweistöckigen Schule.

Der Bauleiter schätzt, dass die Arbeiten in Rünthe in zwei bis drei Wochen beendet sein werden. Aufgrund der enormen Größe der Realschule in Oberaden könne es sein, dass die Schüler und Lehrer die Arbeiter noch treffen werden, wenn der Unterricht nach den langen Ferien wieder beginnt.

Wenn die Kinder in Rünthe nach den Ferien wieder in die Schule kommen, werden sie auch neue Farben an den Wänden entdecken, denn Mitarbeiter des Betriebs des lokalen Malermeisters Jörg Plohmann sorgen derzeit unter anderem in den Räumen der OGS für einen frischen Anstrich.

An der Jahnschule in Oberaden werden auf dem unteren Schulhof Anfang Juli zwei große Container aufgestellt. Dies ist notwendig, weil die Schule nach den Sommerferien eine Klasse mehr aufnimmt. Zudem steigt die Anzahl der Schüler in der Ganztagsbetreuung kontinuierlich.

OGS zieht in Container

„Die Container, die angemietet werden, sollen von der OGS genutzt werden. Die Räume im Schulgebäude, die die OGS dann frei macht, werden mit Klassen belegt“, erläutert Andreas Kray. Aktuell werde der Schulhof entsprechend vorbereitet, denn es muss Strom und Wasser in die Container gelegt werden.

Neues entsteht zudem an der Gerhard-Hauptmann-Schule. Die nördlich von der Grundschule gelegene Grünfläche wird zu einem Spielplatz ausgebaut. „Auf der Fläche werden mehrere Spielgeräte wie eine Nestschaukel und ein Drehkarussell angebracht. Zudem wird ein direkter Zugang aus dem Gebäude heraus auf die neu gestaltete Fläche angelegt“, berichtet der Amtsleiter.

An der benachbarten Willy-Brandt-Gesamtschule soll Ende Juli die sehnlich erwartete Treppe am naturwissenschaftlichen Trakt der Schule aufgebaut werden. Mit Errichtung dieses zweiten, baulichen Rettungsweges kann die Schule dann die Unterrichtsräume im 1. Obergeschoss nach langer Zeit wieder komplett nutzen.

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