Gespräche mit Feuerwehr Kamen und Kreis Unna

Rettungswache Rünthe: Standort gefunden, Bauplan in der Prüfung

Die Planspiele mit dem Rettungswagen hatten Erfolg: Es gibt einen Standort für die Notfallversorgung in Rünthe.
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Die Planspiele mit dem Rettungswagen hatten Erfolg: Es gibt einen Standort für die Notfallversorgung in Rünthe.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für eine eigene Rettungswache im Ortsteil Rünthe ist die Verwaltung offenbar fündig geworden.

Rünthe – Wo der Rettungstransportwagen (RTW) im nördlichsten Ortsteil Bergkamens mit der Besatzung für den Notfall in Bereitschaft gehen soll, mochte Dezernentin Christine Busch wegen der ausstehenden Klärung von Details noch nicht verraten. Aber: „Wir haben einen Bauentwurf erstellt und stehen darüber in Gesprächen mit der Stadt Kamen und dem Kreis Unna“, machte Busch klar, dass eine Lösung greifbar ist.

Retter sind nicht immer schnell genug da

Die Stadt Kamen ist mit im Boot, weil deren Feuerwehr den Rettungsdienst für Bergkamen, wie auch in Bönen, leistet. Der Kreis Unna hat mit dem neuen Rettungsdienstbedarfsplan im vergangenen Sommer die veränderten Anforderungen an die schnelle medizinische Hilfe in den Städten definiert. Dabei zeigte sich, dass der an der Bambergstraße stationierte RTW die Einsatzorte in Rünthe nicht mehr mit der nötigen Verlässlichkeit innerhalb der gesetzlichen Hilfsfristen erreicht. Das erfordert ein Fahrzeug und Personal näher am Einsatzgebiet. Gleiches ist in Oberaden der Fall.

Dort ist die Verwaltung nach wie vor auf der Suche nach einer Übergangslösung. Langfristig sollen die Rettungssanitäter an der Feuerwache Platz finden. Bevor die aber ausgebaut werden kann, muss die Pfalzschule umziehen. „Schnellstmöglich“ verlangt indes der Rettungsbedarfsplan den Aufbau einer normgerechten Notfallversorgung. Deswegen sucht Buschs Mannschaft nach Bereitschaftsräumen, denkbar auch in einem Appartement, und Platz fürs Auto in dem Ortsteil mit etwa 12 000 Einwohnern.

Container vom Tisch: Es wird richtig gebaut

Für die 6700 Rünther hatte sich im vergangenen Jahr eine Option in einem Industriebau wieder zerschlagen. Im Rathaus wurde deshalb schon über eine Station in Containerbauweise nachgedacht. Einzig das Grundstück fehlte. Dafür zeichnet sich aber eine Lösung ab – und zwar auf Dauer. Deswegen möchte Dezernentin Busch in Rünthe nun auch „richtig“ bauen, mit der Perspektive auf Jahrzehnte, wie es auch in der Kosten- und Finanzierungsstruktur des Rettungswesens angelegt ist. In etwa acht Wochen soll Klarheit über den Bau bestehen. Dann ist die Fortschreibung des Rettungsbedarfsplanes fast ein Jahr auf dem Tisch – und die Geduld der Aufsichtsbehörde auch bald ausgereizt.

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