Ein Rundweg um das Denkmal

Beschilderung an der Bummannsburg: Entwürfe sind fertig

+

Sechs verschiedene Tafeln sollen sie erklären. Die Geschichte der Bummannsburg, die eigentlich kaum überliefert wurde. Aber dank Archäologen trotzdem ihren Weg nach Rünthe findet.

Rünthe – Bis in die Zeit um 800 reicht sie zurück: die Bummannsburg. Benannt nach einem alten Bauernhof, präsentiert sie die Reste einer großen Wallburganlage. So ähnlich können es schon bald die Besucher vor Ort nachlesen, denn die ersten Entwürfe für die Beschilderung im kommenden Jahr sind fertig.

Insgesamt acht Schilder soll es geben, sechs davon thematisch unterschiedlich, wie Kulturreferent Mark Schrader erklärt. Demnach sollen drei gleichartige Tafeln die jeweiligen Eingänge zieren. „Die Eingangsschilder sollen an der Kaufland-Seite, also am Ostenhellweg, vom Kanal aus und am Radweg von Hamm platziert werden“, sagt Schrader.

Die Standorte von sieben der acht Schilder sind auf dieser Karte eingezeichnet. Ein weitere Schild soll direkt am Kanal platziert werden.

Mit diesen Hinweistafeln sollen die Besucher bereits eine erste Idee der Bummannsburg bekommen. Doch damit nicht genug: Rings um die alte Wallburganlage plant die Stadt einen Rundweg mit entsprechenden Schildern. Jedes der sogenannten Strukturtafeln trägt mit einer eigenen Geschichte dazu bei, das Bild der Bummannsburg zu komplettieren.

So sollen die Eingangsschilder aussehen, die an drei Standorten platziert werden.

Sofern das überhaupt möglich ist, denn das Wissen über das Bodendenkmal ist begrenzt. Trotzdem haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe keine Mühen gescheut und mit dem städtischen Kulturreferat informative Texte für die Schilder entwickelt. Von wo aus die Rundroute gestartet wird, ist egal. Die Tafeln sollen also keine bestimmte Reihenfolge haben. Doch wer vom Kanal aus beginnt, der hat gewiss einen längeren Weg vor sich.

Bei der Errichtung der Schilder will die Stadt nicht selbst bauen. „Wir benutzen die bestehenden Pfosten als Basis“, betont Schrader und verweist auf die Nachhaltigkeit des gesamten Vorhabens: „Es ist ein Schutzkonzept, das gerne die nächsten 80 Jahre Bestand haben soll. Mit dem restlichen Geld soll deshalb das Drumherum hergerichtet werden“. Insgesamt 8000 Euro stehen der Stadt für das Projekt zur Verfügung.

Lesen Sie auch:

Mit neuen Wegweisern: Bodendenkmal soll raus aus dem Schattendasein

SPD Ortsverein macht sich für die Bumannsburg stark

Ein Platz im Museum für die Bumannsburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare