Weichen neu stellen

700.000 Euro für den Musikschul-Umzug

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Der Cubus wird umgebaut und aufgestockt, das lässt sich die Stadt einiges kosten. Dahinter stecken weitere Ideen, denn die Preinschule, die Realschule Oberaden und das Städtische Gymnasium brauchen mehr Platz.

Bergkamen – Im 50. Jahr ihres Bestehens werden für die Städtische Musikschule etliche Weichen neu gestellt – und das will sich die Stadt Bergkamen einiges kosten lassen: knapp 700.000 Euro.

Der Grund ist klar: Die Stadt schmiedet große Pläne bezüglich des Museumsumbaus sowie des Jahnschulumzugs. Die Preinschule, die Realschule Oberaden und das Städtische Gymnasium klagen über Platznot. In allen Fällen ist auch immer gleich von der Musikschule die Rede. Am Museum befinden sich die Musikschulverwaltung und das Instrumentenlager. Im „Musikschultrakt“ der Preinschule wird unterrichtet, ebenso in den Musik- und Kellerräumen der Realschule sowie des Gymnasiums. Turnhallen und Klassenzimmer werden darüber hinaus für die Probenarbeit der großen Musikschulensembles genutzt. 

Novum in 50 Jahren Musikschulgeschichte

Der Neubau der Jahnschule an der ehemaligen Burgschule und die Reaktivierung der bereits vorhandenen Gebäude würde es möglich machen, dass auch die Musikschule mit einem Großteil ihres Angebots an die Preinstraße zieht. Verwaltung, Lagerung, Probenarbeit und Platz für Veranstaltungen an einem Ort: Das wäre ein Novum in 50 Jahren Musikschulgeschichte. Und alle anderen Standorte außer des Pestalozzihauses in der Stadtmitte und die dezentralen Angebote in den Grundschulen und Kindertageseinrichtungen könnten freigezogen werden. 

Mit diesen Plänen sollen sich der Kulturausschuss, der Schulausschuss und der Bauausschuss der Stadt Bergkamen am 28. Maiin ihrer außergewöhnlichen gemeinsamen Sitzung auseinandersetzen

Hier könnte der seperate Eingang entstehen.

Abgestimmt wird darüber noch nicht. Es ist erst einmal eine Kenntnisnahme, doch es soll eine wohlwollende sein, denn gleichzeitig sollen die Politiker – wenn es nach dem Willen der Stadtverwaltung geht – die Verwaltung damit beauftragen, die vorgestellte Planung mit den notwendigen baulichen Umbauten und Erweiterungen zu konkretisieren und die Finanzierung im Doppelhaushalt 2020/2021 sicherzustellen. 

"Cubus" geplant

Einiges kosten würde die Aktion nämlich: Die Machbarkeitsstudie zum Umzug der Jahnschule, die von einem Lünener Architektenbüro ausgearbeitet wurde, schlägt vor, die Musikschule im sogenannten „Cubus“ unterzubringen. Das würfelähnliche Gebäude, das einst den Trakt B mit Technik- und Klassenräumen der Burgschule beherbergte, ist für eine Grundschulnutzung ungeeignet. Die Musikschule nutzte ihn aber bereits während der Umbauphase des Pestalozzihauses von Dezember 2017 bis April 2018 für Unterrichtszwecke. 

Würde man den zweistöckigen Bau nun um ein weiteres Stockwerk ergänzen und auch noch einen Fahrstuhl einbauen, hätte die Musikschule nicht nur genügend Platz, sondern sie würde auch erstmals einen Standort mit barrierefreiem Zugang erhalten. Ein Ziel, das die Stadt ohnehin für alle öffentlichen Gebäude anstrebt. 

An den Zeitrahmen des Jahnschul-Neubaus wäre diese Baumaßnahme überdies nicht gekoppelt. Der separate Eingang des Cubus würde eine Nutzung auch während der Bauzeit der neuen Grundschule erlauben.

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