Skateranlage vor Reaktivierung

Spielplätze in Bergkamen: Stadt will neue Geräte anschaffen

Spielplatz Flöz Dickebank Nestschaukel
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Auch die Nestschaukel auf dem Spielplatz „Flöz Dickebank“ in Rünthe muss ersetzt werden. In deren hölzernen Pfosten hat sich ein Pilz breitgemacht.

Rünthe – Die Schaukeln, Wippen und Klettertürme auf den Spielplätzen der Stadt sind im Schnitt rund 15 Jahre alt, wobei die übliche Lebendauer derlei Gerätschaften bei etwa 20 Jahren liegt. Kein Wunder also, dass häufiger etwas kaputt geht oder mangels Sicherheit ersetzt werden muss. Bestes Beispiel ist das Areal „Flöz Dickebank“ in Rünthe.

 Rünthe - „Wir haben hier gleich drei Abgänge“, berichtete Christian Scharwey, Sachgebietsleiter im Jugendamt, am Dienstag im Jugendhilfeausschuss.

Ersatzbeschaffungen für den Rünther Spielplatz waren laut Scharwey erst im Jahr 2024 vorgesehen. „Wir können hier aber nicht so lange warten“, kündigte er möglichst schnelles Engagement an. Allerdings: „Derzeit gibt es selbst für Standardgeräte teils Lieferzeiten von bis zu 25 Wochen.“

60 000 Euro pro Jahr stehen dem Jugendamt für neue Geräte zur Verfügung. Das klingt nach viel, reicht aber kaum, um die Qualität der Spielflächen nachhaltig zu verbessern, und schon gar nicht, um alle (Kinder-)Wünsche zu verwirklichen.

Schwerpunkt in Overberge

Mit Blick auf die Finanzen zeigte sich Scharwey erfreut, dass für den Spielplatz im Wasserpark absehbar Landesmittel zur Verfügung stehen. Der Integrationsrat hat sich die Umgestaltung des Areals auf die Fahnen geschrieben und will auch die örtliche Bevölkerung in das Projekt einbinden.

Auf 14 Spielplätzen in Bergkamen sollen in diesem Jahr neue Spielgeräte aufgestellt werden, darunter Wipptiere, Nestschaukeln, Drehscheiben und Sitzkarussells. Ein Schwerpunkt legt das Jugendamt auf die sechs Spielplätze in Overberge, weil dort 2019 und 2020 mehrere Geräte aus Alters- und Sicherheitsgründen abgebaut werden mussten. Keiner dieser Flächen sei aktuell voll ausgestattet.

Der Spielplatz Flöz Dickebank in Rünthe.

Der Spielplatz „Lanfermannteich“ werde derzeit überplant, teilte Scharwey mit. Hier habe das zentrale Kombinationsspielgerät immer weiter zurück- und am Ende ganz abgebaut werden müssen. Die neu angelegte Fläche „In den Hofwiesen“ befinde sich im Aufbau.

Am Beispiel „Oberadener Heide“ zeigt sich, dass die Stadt auch bei ihren Spielplätzen auf aktuelle Nachfrage reagieren muss. Die Fläche sollte in ein Rasengrundstück umgewandelt werden, weil sie kaum noch genutzt wurde. Jetzt aber haben Kinder den Bereich neu entdeckt und er wird reaktiviert.

Nestschaukel in Rünthe wird ersetzt

Gleiches soll auch mit der 2015 aufgegebenen Skaterfläche am Wellenbad-Parkplatz geschehen. Scharwey berichtete, dass der Hersteller die vorhandenen Skate-Elemente instandsetzen und neue Elemente entwerfen will. Eine Ausschreibung für die notwendigen Asphaltierungsarbeiten sei in Vorbereitung, wobei die Anlage von einst 450 auf dann 600 Quadratmeter wachsen soll.

Derzeit arbeitet das Jugendamt an einem neuen Spielflächenbedarfsplan. Er soll der Politik nach Auskunft Scharweys noch vor der Sommerpause vorliegen. Die Unterteilung in größere Schwerpunkt- und Ergänzungsspielplätze soll beibehalten werden. „Das hat sich bewährt.“

Bolzplatz ohne Tore

Auch die Bolzplätze behält das Jugendamt im Blick. Scharwey berichtete auf Nachfrage des Linken-Ratsherrn Oliver Schröder, dass auf der Fläche Schulstraße/Gedächtnisstraße vorsorglich die Tore abmontiert worden seien. Der Grund: Bei einer Überprüfung sei einem unabhängigen Sachverständigen aufgefallen, dass der Bereich nicht ausreichend vom Verkehrsraum abgetrennt ist. Ergo: Er muss eingezäunt werden, bevor hier wieder gekickt werden kann.

Auf dem Spielplatz „Flöz Dickebank“ in Rünthe muss nach neuesten Erkenntnissen auch die Nestschaukel ersetzt werden. In deren hölzernen Pfosten hat sich ein Pilz breitgemacht. Laut Scharwey wird auch die Idee eines Anwohners aufgegriffen, ein Trampolin aufzustellen.

Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie haben sich für 2020 geplante Anschaffungen von Spielgeräten auf dieses Jahr verschoben. Große Sorgen bereiten Scharwey die aktuell steigenden Stahlpreise.

In Erwartungen weiterer Defekte auf Spielplätzen und zur Vermeidung höherer Ausgaben habe die Stadt Geräte geordert, um sie zurückzulegen und später einzubauen.

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