Spiel und Spaß an der Ketteler-Grundschule

Die verschiedenen Spiele-Stationen hatten die Ketteler-Schüler selbst vorbereitet.

RÜNTHE ▪ Spiel, Spaß und leckeres Essen – all das gab es beim Schulfest der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule auf dem Pausenhof. Zahlreiche Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige sowie zukünftige Erstklässler ließen sich das nicht entgehen. Die verschiedenen Spiele-Stationen hatten die Kinder sogar selbst vorbereitet.

Laura und Pierre geben alles. Eine Minute haben sie Zeit, um den Eimer mit Wasser zu füllen. Nicht mit einem Gartenschlauch, sondern mit einem nassen Schwamm. Beim Schulfest der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule am Samstag lieferten sich die beiden Neunjährigen ein spannendes Wettrennen mit den Gegnern.

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Schulfest der Ketteler Grundschule Rünthe

Laufen und laufen, bis es „Stopp!“ heißt. So schnell vergehen 60 Sekunden im Unterricht sonst nicht. Melanie Sachse schnappt sich den Messbecher und verkündete das Ergebnis: „Zwei Liter und eine Pfütze.“ Nicht schlecht. Die Drittklässler können beruhigt zur nächsten Spiele-Station wandern.

Im Wechsel mit der Projektwoche richtet die Schule alle zwei Jahre ein großes Fest auf dem Pausenhof aus. Und da bringt sich jeder im Vorfeld mit ein. „Alle zwölf Klassen haben einen Stand vorbereitet“, lobte Schulleiter Gerd Kampmeyer das Engagement der Schüler, aber auch das der Kollegen und Eltern. Die Kreativität kannte keine Grenzen: Von Eierlauf über Cricket bis hin zum Schubkarrenrennen war alles dabei.

Jan ließ selbst James Bond alt aussehen, er hangelte sich zwar nicht wie der Geheimagent mit Toilettenpapier aus dem Fenster, sondern baute aus fünf Rollen und vier Tennisbällen einen stattlichen Turm. Immerhin fünf Sekunden lang hielt das Meisterwerk so stand. Auch Thilo zeigte, was in ihm steckt. Hochkonzentriert versenkte der Zweieinhalbjährige einen Nagel nach dem anderen in einem Holzbalken. „Da kann man mal sehen, was so ein handwerklicher Opa alles ausmacht“, lachte Großmutter Marion Stumpe.

Die 260 Schüler hatten ihre Freude. Es galt, was Eldina Losch ihren Schützlingen beim Sackhüpfen mit auf den Weg gab: „Gewonnen hat, wer am meisten Spaß hat.“ Insofern wimmelte es in Rünthe nur so von Siegern. Einige Schüler sicherten sich gleich zwei Spielmarken. Im Laufe des Nachmittags schauten über 1 000 Besucher vorbei, darunter Ehemalige und künftige Erstklässler.

Als absoluter Publikumsmagnet erwies sich die Street-Soccer-Anlage. Doch auch an den Essensständen bildeten sich lange Schlange. Bratwurst und türkische Spezialitäten waren begehrt.

Der Erlös des Festes kommt den Schülern zugute. „Es gibt Finanzierungsbedarf in allen Bereichen“, sagte Kampmeyer. Er wolle die Qualität der Schule auf hohem Niveau halten. Die Etats seien seit 30 Jahren nicht erhöht worden. Aufgrund geänderter Richtlinien und Lehrpläne müssen in den Klassen 3 und 4 neue Bücher angeschafft werden. Aus dem Verkauf der Spielmarken sollen neue Pausenspiele erworben werden. Federball, Seil und Gummitwist – was ein Schüler zwischen den Stunden eben so braucht, um neue Energie zu tanken. ▪ rw

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