Bodelschwingh-Schule in Heil soll Pendant bekommen

SPD spricht sich für dritte Förderschule im Kreis Unna aus

Viele Eltern wissen ihre Kinder auf der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen-Heil gut aufgehoben.
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Viele Eltern wissen ihre Kinder auf der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen-Heil gut aufgehoben.

Berkamen/Kreis Unna -  Eine dritte Förderschule für die geistige Entwicklung soll im Kreis Unna gebaut werden, und damit ein Pendent zur Heiler Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule. Das entschied der Kreistag im Juni des vergangenen Jahres. Über einen aktuellen Antrag an den entsprechenden Fachausschuss des Kreistages will die SPD-Kreistagsfraktion den Landrat dazu auffordern, Gespräche über einen möglichen Standort mit der Stadt Lünen aufzunehmen.

„Die Bodelschwingh-Schule wird von vielen Schülern aus Lünen und Selm besucht. Gerade für Kinder mit geistigem Förderbedarf sind aber kurze Wege wichtig. Die müssen wir nicht komplett durch den Kreis karren“, erläutert Simone Symma, Kreistagsmitglied und Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Bildung, die zentrale Forderung des gestellten Antrags. Wenn diese Vielzahl an Kindern und Jugendlichen wohnortnah zur Schule gehen könnte, würden lange Beförderungswege vermieden. Ursprünglich war angekündigt worden, dass eine dritte Einrichtung des Kreises im Bereich Kamen, Bergkamen und Unna entstehen soll.

Schon im vergangenen Sommer war deutlich geworden, dass die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule und auch die zweite Förderschule in Trägerschaft des Kreises Unna, die Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede, an Kapazitätsgrenzen stoßen – trotz Inklusion. Sie sollen durch den Schulneubau entlastet werden.

„Dem Elternwillen Rechnung tragen“

„Der Kreistagsbeschluss ist nun ein halbes Jahr alt. Wir wollen mit unserem Antrag nun wieder Bewegung in die Sache bringen“, sagt Symma, Dem Elternwillen müsse Rechnung getragen werden. Die Zeit, die man sich zugestanden habe, um mit Blick auf die Inklusion das Anmeldeverfahren der Eltern zu beobachten, sei nun vorbei. „Trotz aller Inklusionsgedanken entscheiden viele Eltern, dass ihr Kind auf einer Förderschule besser aufgehoben ist. Diesem Verhalten müssen wir Rechnung tragen. Solange die Anmeldezahlen so sind, müssen wir investieren. Die Eltern wollen ihre Kinder gut beschult wissen.“

Deshalb wird eine neue Schule in Lünen laut Symmas keine negativen Folgen für die Bodelschwingh-Schule in Heil haben. „Die drei Standorte werden gleichberechtigt sein. Und wir werden auch in Heil investieren, zum Beispiel in das defekte Schwimmbad“, sagt Symma – und das dürfte nicht nur die Schule freuen. Das Lehrschwimmbecken der Schule wurde auch von vielen Vereinen genutzt und sein Wegfall riss große Lücken in das Vereinsleben.

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