In der Ökostation in Heil

Sommerakademie 2021: Diese Arbeiten waren bei der Finissage zu sehen

Ideenreichtum und Neugier prägten die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler. Heraus kamen ganz unterschiedliche Arbeiten.
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Ideenreichtum und Neugier prägten die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler. Heraus kamen ganz unterschiedliche Arbeiten.

Die Sommerakademie in der Ökostation in Bergkamen-Heil hat ihren Abschluss gefunden. 82 Künstlerinnen und Künstler waren kreativ. Bei der Finissage am Samstag staunten die Besucher.

Bergkamen – Eigentlich wäre es diesmal ein großes Fest geworden. Die Sommerakademie auf der Ökostation in Heil hatte vor 25 Jahren zu ihrem ersten Abschluss eingeladen. Durch den coronabedingten Ausfall 2020 wird das Jubiläum nun ins kommende Jahr verschoben.

Dem Publikum der 24. Finissage am Samstag waren solcherlei Gedanken eher egal. Sie bewunderten die Zeichnungen, Holz- und Steinarbeiten, Radierungen, Öl- und Aquarellgemälde, die in den Kursen der Sommerakademie vom 8. bis zum 14. August entstanden sind. Und sie genossen den sonnigen Nachmittag beim Gespräch zu Würstchen und Kaltgetränken und der Musik der Coverband „Blue Thumb“.

Sommerakademie in der Ökostation: Ausstellung zum Abschluss

Zum Abschluss der Sommerakademie in der Ökostation in Heil zeigten die Künstlerinnen und Künstler die Werke, die sie in den Kursen schufen.
Zum Abschluss der Sommerakademie in der Ökostation in Heil zeigten die Künstlerinnen und Künstler die Werke, die sie in den Kursen schufen.
Zum Abschluss der Sommerakademie in der Ökostation in Heil zeigten die Künstlerinnen und Künstler die Werke, die sie in den Kursen schufen.
Zum Abschluss der Sommerakademie in der Ökostation in Heil zeigten die Künstlerinnen und Künstler die Werke, die sie in den Kursen schufen.
Sommerakademie in der Ökostation: Ausstellung zum Abschluss

„Sehr viele Künstler halten uns die Treue“, blickte Kurskoordinator Michael Bub angesichts von Mitmachenden aus Bayern, Niedersachsen oder auch Berlin, die früher schon einmal in Bergkamen aktiv gewesen waren, auf die Teilnehmerschar. Positiv sei auch die Resonanz der Besucher. „Ich mache da ein Strahlen in den Gesichtern aus“, meinte Bub zum Ende des überaus langen Kultur-Lockdowns.

82 Künstlerinnen und Künstler besuchten in diesem Jahr die Kurse – und waren froh, sich untereinander austauschen zu können. „Ich nehme hier immer neue Anregungen mit“, erklärte zum Beispiel der Fliericher Darius Abiatinejad. Er gibt auch selber Kurse. „Aber Peter Tournée ist ein erfahrener Künstler, von dem man noch etwas lernen kann. Und ich lerne gerne Neues dazu.“

Viele „Wiederholungstäter“

„Bei mir sind es 70 Prozent Wiederholungstäter“, erklärt der angesprochene Kursleiter „Freie Malerei“. Eine davon ist Anette Heuer. Im Gegensatz zu Abiatinejad kann sie mit abstrakten Ansätzen nicht viel anfangen. „Hier hab ich es versucht“, deutet sie auf eine Berglandschaft, „aber das Ergebnis wurde wieder naturalistisch“. Gekonnt bringt sie auch bewegte Strandszenen mit Menschen auf die Leinwand.

„Man muss das Holz lesen können“, meint Klaus Scholz zu seiner „Spirale“, die er aus einem Kirschbaumblock herausarbeitete. Der Kamener Holzbildhauer ist Dauergast in den Kursen von Ulrike Weitmann.

„Was der Stein hergibt“

Schwerer tragen mussten die Teilnehmer des Kurses, den der Hammer Steinbildhauer Harald K. Müller leitete. Baumberger Sandstein aus der Gemeinde Havixbeck war das Material, aus dem Jutta Schürmann einen Schelm meißelte. Auch sie hat das Material im Blick. „Ich arbeite das heraus, was der Stein hergibt“, beachtet sie die Urform des Rohmaterials.

Luftig leicht erscheinen die Zeichnungen mit Bleistift oder Tusche, die Detlef Pick anleitete. Nicht alles ist schwarz auf weiß. Ein Mops, dessen heraushängende Zunge im Regenbogen leuchtet, ein großer Elefant, der ein kleines Ei zertritt: Vielfalt und Ideenreichtum zeichneten die Teilnehmer aus.

Jubiläumsschau übernimmt Nachfolgerin

Und Neugier. „Ich zeichne und male schon seit meiner Kindheit“, sagt Wolfgang Kaps. Der Hammer versuchte sich diesmal erstmals an der Radierung. „Das ist schon anspruchsvoll“, meint er zur Nadelarbeit in Kupfer. „Man kann ja nicht wie beim Zeichnen korrigieren. Kaps scheut sich nicht, den Lernprozess auszustellen. Das erste Porträt sei sehr einfach gewesen, sein drittes dagegen schon deutlich detailreicher.

Für Bub war der Samstag die letzte Finissage der Sommerakademie. Er geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Die Jubiläumsschau 2022 übernimmt Nachfolgerin Agnès Teuwen.

Neue Ausstellung: Am Donnerstag, 19. August, wird die Künstlergruppe „Blickwechsel“ auf der Ökologiestation in Heil die nächste Ausstellung eröffnen. Mit dabei zum Thema „Faszination Bewegung“ sind Anette Heuer und auch die Bönener Künstlerin Kerstin Donkervoort. Deren Tochter Kristin wird die Vernissage ab 19 Uhr musikalisch begleiten.

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