Teils futuristisch: Solarmobile unterwegs

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Futuristischer Flitzer: Diese Piloten sitzen in einem Sportcoupé, das auf dem neuesten Stand nachhaltiger Technik ist.

Bergkamen - Solarfahrer haben am Wochenende in der Ökostation für zwei Tage ihr Lager aufgeschlagen, um von dort aus mit ihren energiesparenden Autos an der „Tour de Ruhr“ teilzunehmen. Am Samstag startete ein Tross von 28 Fahrzeugen und 55 Teilnehmern quer durchs Ruhrgebiet.

Ein wenig konnte man am Samstagmorgen schon den Eindruck gewinnen, die „Invasion von der Wega“ hätte nun tatsächlich stattgefunden. Und das nirgendwo anders als ausgerechnet auf der Ökologiestation. Von der Zufahrt der Einrichtung in Bergkamen-Heil war zu beobachten, wie sich auf dem Gelände einige uniformierte Personen an eigentümlichen Gefährten zu schaffen machten. Die Fahrzeuge waren ziemlich flach, hatten keine normale Form und schienen zudem auch extrem leicht zu sein. Zum Erstaunen der Beobachter hatten einige Gestalten sogar integralartige Raumfahrerhelme auf.

Selbst gebaut

Natürlich gab es für diesen „Besuch“ am Ende eine plausible Erklärung: Es handelte sich dann doch nicht um Außerirdische, wie sie in der Science-Fiction-Serie beschrieben wurden, sondern „nur“ um Studenten der Hochschule Bochum. Diese waren mit zwei solargetriebenen und selbstkonstruierten Fahrzeugen der Typenklasse „Solarworld GT“ nach Heil gekommen, um von dort aus mit den Freunden der „Initiative Solarmobil Ruhrgebiet“ (ISoR) zur 25. „Tour de Ruhr“ zu starten. 

Infos zum Solarstrom

Frühmorgens surrten am Samstag die langsamsten Ökofahrzeuge los, später dann jene mit viel knisternder Hochspannung unter der Motorhaube. Unterwegs machten die Fahrer in Witten Station, wo sie die Akkus ihrer Gefährte aufladen konnten. Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Witten, Sonja Eisenmann, informierte in einem Referat über interessante Neuigkeiten in Sachen Solarstrom. In Oberhausen besuchten die Teilnehmer der Ruhr-Tour die Ausstellung „Aufgeladen“. Am Ziel im Duisburger Hafen angekommen, unternahmen sie per Schiff eine Besichtigung des größten Binnenhafens Europas.

Urzeit-Schnauferl

Natürlich durften bei der Rallye der futuristischen Art keine normalen Autos an den Start gehen, sondern nur solche mit Elektroantrieb. Wie das fast schon urzeitliche Schnauferl „Twike“ mit gerade mal 2,5 PS bzw. 5,6 KW von Heiner Dahlhoff aus Warendorf. Damit schafft man zur Not noch mit Pedalkraft einige Kilometer. Aber auch ganz normal aussehende Autos waren dabei, wie der Renault ZOE von Diana und Stefan Böhmer aus Wuppertal oder der BMW-Bolide „I3“ mit seinen 170 PS bzw. 381 KW von Ulrich Senkowsky aus Hattingen. Diese E-Fahrzeuge lassen sich leicht an einem untrüglichen Zeichen erkennen: Ihnen fehlt nämlich schlichtweg der Auspuff.

Drei Akkus in Reserve

„Viele der Ökostrom-Begeisterten haben natürlich zu Hause auch noch ihre eigene Sonnenstromtankstelle auf dem Dach“, berichtete Detlef Bußmann aus Dortmund. Die Bochumer Studenten hingegen hatten zur Sicherheit gleich drei von Akkus angetriebene Begleitfahrzeuge dabei. Denn bei starker Bewölkung kann es passieren, dass die nur mit Solarkraft betriebenen Fahrzeuge schon mal mitten auf der Landstraße liegenbleiben

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