Wegen Corona nicht wirtschaftlich

Soccerhalle in Rünthe: Betreiber streicht die Segel

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In der Soccerhalle an der Gewerbestraße wird wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie kein Ball mehr rollen.

Seit Mitte März, dem Beginn der Corona-Pandemie, ist die Soccerhalle in Rünthe an der Gewerbestraße geschlossen. Jetzt hat der Betreiber den Entschluss gefasst, diese gar nicht mehr zum Fußballspielen zu öffnen, und strebt stattdessen eine alternative Nutzung an.

Dass Torsten Lenz, Geschäftsführer der Speed Soccer GmbH, die Halle 2005 eröffnete, lag daran, dass der langjährige Spieler und Trainer des VfL Kamen für seine Jugendteams in der damals einzigen Halle in Unna nie eine Spielzeit für Trainingseinheiten bekam, weil diese stets ausgebucht war. „Da habe ich dann selbst eine Halle gebaut, damit wir mal Platz haben.“

Umwidmung zur Lagerhalle mit Büro

Doch jetzt wird in der Halle nicht mehr gekickt. „Bei den aktuellen Hygienevorschriften ist es wirtschaftlich nicht möglich, eine Halle zu betreiben, in der Kontaktsport betrieben wird“, stellt Lenz nüchtern fest. Künftig soll die Halle als Lagerhalle mit Büro genutzt werden. Der Antrag auf Nutzungsänderung bei der Stadt Bergkamen ist bereits eingereicht, nach der Genehmigung will Lenz einen neuen Mieter für sein Objekt suchen.

Auf rund 2 000 Quadratmetern rollte bisher der Ball, doch jetzt ist diese Zeit nach 15 Jahren zu Ende.

„Noch länger zu warten, hätte einfach zu viel Geld gekostet. Dann wäre das Ganze nicht mehr wirtschaftlich tragbar gewesen“, sagt der Kamener. Nicht zuletzt der jüngste Corona-Anstieg durch die Hochzeitsfeier in Hamm hat den Unternehmer in seinem Entschluss bekräftigt. „Es gibt zu viele dumme Leute, die es einfach nicht verstehen. Das wird jetzt nicht von heute auf morgen aufhören, weil die Menschen nun 50 Euro im Restaurant zahlen müssen, wenn sie einen falschen Namen eintragen. So gesehen ist es richtig, die Nutzung für die Halle zu ändern.“ 

„Die letzten zwei Jahre lief es sehr gut“

Ärgerlich ist das Corona-bedingte Aus schon, denn nachdem ähnliche Hallen in Hamm, Lünen und Dortmund schon vor deutlich längerer Zeit ihre Pforten geschlossen haben, war der Zulauf in Rünthe überaus gut. „Die letzten zwei Jahre lief es sehr gut und die Halle war super ausgelastet. Daher ist das jetzt ein schmerzhafter Entschluss, aber es geht einfach nicht anders“, sagt Lenz. Die bisherigen Mitarbeiter – je nach Auslastung der Halle waren dies zwischen drei und acht Helfern – haben sich seit dem Frühjahr jobtechnisch bereits anders orientiert.

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