Datenfälschung

Dreister Betrug mit Sky-Abo: Frau (27) versucht es mit dieser Masche

Sky Pay-TV Fernsehsender
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Eine Frau aus Bergkamen schloss unter falschem Namen ein Sky-Abo ab und stand deswegen vor Gericht.

Sie hatte Geldprobleme, doch auf Pay-TV wollte eine 27-Jährige aus Bergkamen (NRW) trotzdem nicht verzichten. Unter falschem Namen schloss sie ein Abo ab und bekam dafür nun die Quittung.

  • Eine Frau aus Bergkamen (NRW) hat ein Abo beim Pay-TV-Sender Sky* abgeschlossen.
  • Weil sie das unter falschem Namen tat, stand sie vor Gericht.
  • Jetzt bekam die Frau für ihren Betrugsversuch die Quittung.

Bergkamen/Kreis Unna - Der Vorsitzende im Amtsgericht Kamen war wenig begeistert vom Verhalten einer 27-Jährigen aus Bergkamen (NRW). „Sie haben versucht, den Richter über den Tisch zu ziehen.“ Zu 600 Euro Geldstrafe hatte der Richter die Frau kurz zuvor verurteilt – und zwar wegen Computerbetruges und Fälschung beweiserheblicher Daten. Sie hatte Betrug begangen, um ein Abonnement beim Pay-TV-Anbieter Sky zu bekommen.

Die Staatsanwaltschaft warf der Bergkamenerin vor, am 1. April 2019 mit falschem Namen und unter Angabe eines fremden Kontos über das Internet ein Sky-Abo abgeschlossen und die dazugehörige Hardware geordert zu haben. Gesamtwert der Bestellung: 268,27 Euro. Als Adresse gab die Beschuldigte ihre eigene an. Dorthin wurden folglich sämtliche Geräte geliefert. Die Angeklagte nahm das Paket an und gab dabei den Namen der vermeintlichen Bestellerin an. Zudem sollen von dem fremden Konto zusätzlich Beträge für das Sky-Abo abgebucht worden sein.

Mit Betrug zum Sky-Abo: Erdrückende Beweise vor Gericht

Im Gericht stritt die 27-Jährige aus Bergkamen alles ab. Sie kenne die Kontoinhaberin gar nicht, habe keine Lieferung erhalten und auch kein Sky-Abo abgeschlossen. Doch nun holte der Richter aus und präsentierte eine Reihe erdrückender Beweise: Der Paketdienst bestätigte die Entgegennahme durch eine Frau mit dem falschen Namen. Dieser setzte sich aus Teilen des echten Vornamens der Angeklagten plus dem Nachnamen ihres Lebensgefährten zusammen. Von Sky lagen Vertragsunterlagen vor. Die Handynummer der Angeklagten war beim Anbieter hinterlegt. „Jetzt erzählen Sie mir, dass Sie nie etwas bekommen haben“, bohrte der Richter nach.

Schließlich knickte die Frau aus Bergkamen ein und legte ein umfassendes Geständnis ab. Sie sei knapp bei Kasse gewesen, habe aber unbedingt Sky haben wollen. Die gelieferten Geräte habe sie inzwischen zum Unternehmen zurückgeschickt. Die junge Frau war bislang nicht vorbestraft.

Ein Arzt aus Bergkamen stand wegen Belästigung seiner Auszubildenden vor Gericht. Mit diesem Urteil hatte er nicht gerechnet. - *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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