Bergkamener vor Gericht

Skurriles "Drogendepot": Mann versteckt Kokain im Schlüpfer

+
Der Mann versteckte Kokain in seiner Unterhose.

Die eigene Unterhose erschien dem 30-Jährigen wohl wie ein gutes Versteck - die Polizei erwischte ihn trotzdem. Der Bergkamener hatte in seinem Slip Kokain - für den Eigenbedarf und den Verkauf.

Bergkamen - An ungewöhnlicher Stelle fanden Polizeibeamte im Sommer bei einem Bergkamener dessen „Drogendepot“. Nun musste sich der 30-Jährige wegen Handeltreibens und Besitzes vor dem Amtsgericht Unna verantworten. 

Sicherlich, das Versteck des Bergkameners war gut - aber nicht gut genug für die Polizisten, die ihn am Nachmittag des 23. Juli auf der Erich-Ollenhauer-Straße stoppten und durchsuchten. Sie stießen in der Unterhose des Mannes auf 30 Gramm Kokain. Und das brachte den zunächst in Untersuchungshaft und nun auf die Anklagebank. 

Über seine beiden Verteidiger räumte der 30-Jährige die Tat im Prozess am Dienstag umgehend ein. Ein Teil des Kokains sei für ihn selbst gewesen und den Rest habe er verkaufen wollen, um seinen Konsum finanzieren zu können. 

Kontakt mit den falschen Leuten

Angaben zu seinem Dealer oder zu Abnehmern wollte der 30-Jährige allerdings nicht machen. Vielmehr versuchte er nun selbst, seine Tat zu erklären. Er habe Kontakt mit den falschen Leuten gehabt, habe sieben bis acht Monate konsumiert und sei dann in die Kontrolle geraten. Den Drogen habe er nun komplett abgeschworen, zumal er seiner Familie mit der ganzen Angelegenheit großes Leid zugefügt habe. 

Die U-Haft sei für ihn eine sehr eindrückliche Erfahrung gewesen. Diese Zeit hinter Gittern, das offene Geständnis und ein bis dato vollkommen leeres Strafregister sprachen am Ende für den Bergkamener. Richter Jörg Hüchtmann brachte es auf den Punkt: Der Angeklagte sei zu Beginn seiner „Karriere“ aufgefallen und das sei offenbar ein Warnschuss zu rechten Zeit gewesen. Für den 30-Jährigen endete der Prozess schließlich mit 15 Monaten Haft auf Bewährung.

Lesen Sie auch:

Mit neuen Wegweisern: Bumannsburg soll raus aus dem Schattendasein

Eltern-Taxis in Rünthe: Der private Chauffeurdienst ist nicht ungefährlich

Lichtermarkt lockt Tausende in die Bergkamener Innenstadt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare