Die „Silverettes“ begeistern im Thorheim

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„Das geht aber besser“: Zu Beginn des Konzertabends mussten die „Silverettes“ die Zuhörer noch ein wenig ermuntern mitzuklatschen und mitzusingen. Dann aber ging beim ersten „Grand Jam“ im neuen Jahr regelrecht die Post ab. Die Stimmung: grandios.

Bergkamen - Wer von den Feiertagen noch etwas Müdigkeit verspürte, erlebte am Mittwochabend einen sechsköpfigen musikalischen Weckdienst der Extraklasse: Beim Start in die zweite Saisonhälfte des „Sparkassen Grand Jam“ rockten die „Silverettes“ den Saal.

Die „Silverettes“ sorgten derart für gute Stimmung, dass das Publikum im Takt ausgelassen mitklatschte und mitsang. Manche Gäste tanzten sogar. 

Die Erinnerung der Zuschauer an den grandiosen ersten Auftritt der Silverettes im Mai 2013 – damals noch in der Ökostation – sorgte dafür, dass die Hütte im Thorheim sehr gut gefüllt war. Das Publikum, so zeigte sich im Verlauf des Konzerts, war versessen darauf, sich musikalisch in die Rockabilly-Zeiten der 1950er-Jahre zurückversetzen zu lassen.

Perfekte Outfits und Bühnenshow

Für die günstigen Rahmenbedingungen sorgten die Sängerinnen Janina Ruopp, Nina Keppeller und Irina Langenstein mit perfektem Outfit, einer eindrucksvollen Bühnenshow und sehenswerten Kleinigkeiten: So nutzten sie etwa Nachbauten der einst meist verwendeten Mikrofone, Typ „Shure SH 55“ . Der Spaß, den die drei Frauen an den Tag legten, übertrug sich nahtlos auf das Publikum. Dabei legten sich die Damen nicht nur auf den klassischen Rockabilly fest. Vielmehr war ein Crossover aus Rock’n’Roll, Blues, Country, Hillbilly und Rhythm’n’ Blues zu hören. Mit ihrem Mix hatten die Frauen – nebst Gitarrist Andy Bach, Bassist Christoph Herder und Schlagzeuger Berni Weichinger – das Publikum im Nu erobert. Im Saal herrschte eine fantastische Stimmung. 

Zu hören gab’s ältere Lieder, Stücke der neuen CD „Talk Dirty“ und auch gecoverte Titel. Mitgesungen wurde, zunächst verhalten, beim mitreißenden „Kiss Kiss Kiss“. Dem folgte ein augenzwinkerndes „Das geht aber besser“. Was dann kam, war ein ohrenbetäubender, mehr als hundertköpfiger Backgroundchor. Das Publikum hatte große Lust, den Konzertabend zu „seinem“ Abend zu machen. Und die Akteure auf der Bühne gaben alles, damit das auch gelang.

Gelungenen Wechsel zwischen den Musikstilen

„Watch Out“, wieder so ein Mitsingtitel, bei dem der Saal bebte. Der völlige Gegensatz dazu: das von den Silverettes grandios präsentierte „All About The Bass“. Bei diesem ruhigen, aber unglaublich melodischen Titel von Meghan Trainor zeigte sich, was für grandiosen Sängerinnen die Silverettes im Bereich des dreistimmigen Satzgesangs sind. „Rund“ wurde der Abend durch den gelungenen Wechsel zwischen den Musikstilen. 

Auch die Instrumentalisten sorgten für Erstaunen: grandiose, perfekt getimte Gitarrensoli von Andy Bach, druckvolle Aktionen von Drummer Berni Weichinger, dazu feine Passagen von Christoph Herder am klassischen Kontrabass

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